Neue satzung im Eggstätter Gemeinderat verabschiedet

Da beißt der Hund keinen Faden ab

von Redaktion

Wer in Eggstätt einen Kampfhund sein eigen nennt, muss künftig tiefer in die Tasche greifen: In der jüngsten Gemeinderatssitzung setzte das Gremium für alle Vierbeiner, die unter diesen Sammelbegriff fallen, eine jährliche Hundesteuer in Höhe von 800 Euro fest – da beißt in diesem Fall der Hund keinen Faden ab.

Eggstätt – In der jüngsten Gemeinderatssitzung erklärte Bürgermeister Hans Schartner, dass die Hundesteuer-Satzung der Gemeinde „in die Jahre gekommen“ sei. Geschäftsleiter Hans-Joachim Kaiser stellte den Neuentwurf vor, wobei er die alte Satzung der Neufassung gegenüberstellte. Er wies auch darauf hin, dass man sich bei den Steuermaßstäben an Nachbargemeinden orientiert habe.

Beim Paragrafen über die Steuerfreiheit habe man die Liste erweitert und angepasst, beispielsweise bei einer Schwerbehinderung des Hundehalters. Unter dem Punkt Steuermaßstab und Steuersatz sei neu, dass für jeden Kampfhund eine 800 Euro teure Steuer erhoben werde.

Ansonsten sollen die Sätze für den ersten Hund mit 60 Euro und für jeden weiteren Hund mit 90 Euro beibehalten werden, empfahl er dem Gremium. Unter dem Abschnitt Steuerermäßigungen habe die Verwaltung die Satzung dem neuen Jagdrecht angepasst, und auch bei der Anzeigepflicht habe man sich am geltenden Recht orientiert.

Die neue Satzung solle zum 1. Januar 2019 in Kraft treten, so Kaiser abschließend, da die Hundesteuer eine Jahressteuer sei.

Laut Gemeinderatsmitglied Stefan Fronhöfer kämen auch viele Auswärtige mit ihren Vierbeinern zum Spazierengehen nach Eggstätt. Drei neue Hundetoiletten würden demnächst aufgestellt, und diese schlügen, so Fronhöfer weiter, mit 500 Euro zu Buche. Da komme die Gemeinde Hundebesitzern schon sehr entgegen. Seiner Ansicht nach sollten die Steuersätze kostendeckend sein.

156 Hunde: 9600 Euro Steuereinnahmen

Kaiser erklärte hierzu, dass es – laut alter Hundesteuersatzung – in der Gemeinde 156 Hunde gebe, wovon es 132 Ersthunde – darunter acht steuerbefreite – gebe. 14 Bürger hielten sich einen Zweithund und zwei sogar einen Dritthund. Insgesamt nehme die Gemeinde dadurch 9600 Euro Steuereinnahmen pro Jahr ein.

Marcus Schuster schlug daraufhin vor, die Steuersätze nach oben zu erhöhen. So sollen weiterhin Ersthunde mit 60, Zweithunde hingegen mit 120 und Dritthunde sogar mit 150 Euro besteuert werden.

Diesem Vorschlag einer Steueranpassung schlossen sich die Gemeinderatsmitglieder an und befürworteten die Neufassung der Satzung ab kommenden Jahr mit den neuen Tarifen einstimmig.

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