Im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums dankte Landesvorstand Max Bertl (links) den Lindntalern für die Ausrichtung des Gaufestes und heftet ein Fahnenband an die Standarte. Rechts im Bild Sepp Brem senior, Vorstand „D‘Lindntaler“.
Lauterbach – Anlässlich des 70-jährigen Vereinsjubiläums sollte ein besonderes Fest gefeiert werden und so übernahm der Trachtenverein „D’Lindntaler“ Lauterbach die Ausrichtung des 98. Gaufestes des Bayerischen Inngau-Trachtenverbandes.
Das Gaufestwochenende begann bereits am Samstagabend. Nach dem Gedenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder, die den Grundstein der jetzigen Lindntaler setzten, folgte ein kurzweiliger und unterhaltsamer Gauheimatabend (Bericht folgt). Der gestrige Festsonntag begann frühmorgens mit einem Weckruf am Dorfplatz. Das Wetter war ideal und bescherte den Trachtlern zum Festgottesdienst im Ortsteil Schaurain einen unvergesslichen Blick ins Inntal.
Bevor Pfarrer Robert Baumgartner den Gottesdienst zelebrierte, nutzte Gauvorstand Georg Schinnagl bei seinem Grußwort die Gelegenheit an die Politiker zu appellieren, dieses wunderbare Bayernland zu erhalten: „Was kaputt ist, ist nicht mehr zu richten!“
Diakon Anton Zanker ging in seiner Predigt auch auf die Rolle der Tradition ein, „die etwas Wunderbares ist, wenn sie Menschen wie an einem solchen Festtag verbindet und zusammenschweißt.“ Sie gibt den Menschen Halt und eine Heimat.
Die Verbundenheit zur Heimat kam auch in dem Feldkreuz zum Ausdruck, das eigens aus Blumen aus Lauterbacher Gärten gesteckt war. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Lauterbacher Kirchenchor, der Musikkapelle Rohrdorf und den Moosboch Bläsern.
Im Anschluss gratulierte Landesvorstand Max Bertl den Lindntalern zum 70. Jubiläum. Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Freistaat Bayern“ überreichte er im Auftrag des bayerischen Staatsministeriums ein Fahnenband für die Ausrichtung des Gaufestes an die Lindntaler.
Mit Blick auf die herrliche Landschaft ging es nach dem Gottesdienst zum Festzelt. Der Festverein und Patenverein „D’Innviertler Rosenheim“ sowie weitere geladene Vereine gaben ihre Ehrtänze zum Besten, bevor sich der Festzug auf den Weg durch das festlich geschmückte Lauterbach machte. 5200 Trachtler aus dem Inngau und zahlreiche Nachbarn aus dem Gauverband I, dem Chiemgau-Alpenverband und Unterinntaler waren gekommen. Diese teilten sich in 50 Vereine, 20 Musikkapellen, über 20 Gespanne, Kutschen und einige Vorreiter auf. Zusammen bildeten sie einen farbenfrohen Festzug, der von den zahlreichen Zuschauern begeistert beklatscht wurde.
Am Festzug beteiligten sich auch Ehrengäste aus der Politik wie Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig, stellvertretender Landrat Josef Huber, die Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner, Thomas Huber und Otto Lederer, die Bezirksräte Sepp Hofer, Elisabeth Jordan und Sebastian Friesinger. Der Bayernbund war durch Landesvorsitzenden Adolf Dinglreiter vertreten. Zu den Ehrengästen aus den Trachtlerreihen zählten unter anderem Vertreter aus dem Chiemgau-Alpenverband, Oberlandler, Gauverband I, dem Lechgau, Tiroler Trachtenverband und Unterinntaler. Am Ende des Umzuges standen die Lindntaler für die Vereine Spalier, um sich für ihre Teilnahme zu bedanken. Im Festzelt und in der gemütlichen Kuchenbar ließen die Trachtler den schönen Tag zusammen ausklingen.