Abiturfeier 2018 am Gymnasium raubling

Wertebasis nicht aus Augen verlieren

von Redaktion

93 elegant in Schale geworfene Abiturienten verließen nun endgültig „ihr“ Gymnasium Raubling – wie sie es selbst augenzwinkernd in einem bildhaften Vergleich ausdrückten. Sie taten dies außerordentlich erfolgreich, wie Oberstudiendirektorin Kathrin Hörmann-Lösch in ihrer Rede betonte.

Raubling – Mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,24 konnte der Abiturjahrgang 2018 den bislang besten Durchschnitt aller G8-Jahrgänge in Raubling vorweisen. Drei Absolventen erreichten die Traumnote von 1,0 (Theresa Franz, Julia Hamberger und Maximilian Keck), elf Prüflinge erzielten einen Schnitt von 1,5 oder besser und 31 Absolventen konnten sich über eine 1 vor dem Komma freuen.

In Anbetracht der Tatsache, dass der überwiegende Teil dieser hervorragenden Ergebnisse dieses Jahrgangs von jungen Damen erreicht wurde, appellierte die Schulleiterin scherzhaft an die männlichen Abiturienten, quasi als umgekehrter Aufruf zur Emanzipation, doch auch ihr Potenzial auszuschöpfen und ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen.

Zudem betonte sie, dass der diesjährige Jahrgang auch für sie ein ganz besonderer sei: Knapp ein Drittel der Absolventen unterrichtete die Schulleiterin noch selbst in der sechst und siebten Jahrgangstufe im Fach Geschichte – und es scheint, als sei dies erst gestern gewesen.

Und doch bot diese kurze lange Schulzeit am Gymnasium Raubling diesen 93 Absolventen Raum und Zeit, zu sich selbst zu finden und zu lernen, auf eigenen Beinen zu stehen – schulisch, aber auch menschlich. Aus neugierigen Kindern seien pubertierende Jugendliche und schließlich selbstbewusste junge Erwachsene geworden, von denen viele durch ihr Engagement als Schülersprecher, als Sänger oder Musiker, als Streitschlichter oder Tutoren, als Künstler oder Schauspieler und vieles mehr den Schulalltag außerordentlich bereichert haben, wofür die Schulleiterin sich ausdrücklich bei ihnen bedankte.

Dank gebühre allerdings auch den Eltern der Abiturienten, denn nicht zuletzt sie haben ihren Kindern ermöglicht, neben einer guten Erziehung auch eine gute Ausbildung zu genießen.

Daneben unterstrich die Schulleiterin auch die fundamentale Bedeutung der Ausbildung einer gemeinsamen Wertebasis für das Zusammenleben unserer Gesellschaft – deren Entstehung und Orientierung nach Manfred Spitzer im Alter von zwölf bis 19 Jahren, also genau der Dauer der gymnasialen Schulzeit, stattfinde. Diese und ein breit gefächertes Wissen werden den Abiturienten dabei helfen, nach dieser wichtigen Zäsur des Schulabschlusses in ihrem jungen Leben Verantwortung für sich und andere in Staat und Gesellschaft zu übernehmen. Dafür wünschte die Schulleiterin allen Abiturienten alles Gute und Gottes Segen und ermunterte sie, auch im Namen aller Lehrer, ab und an der Schulfamilie des Raublinger Gymnasiums ihren weiteren Lebensweg rückzumelden.

Auch die stellvertretende Landrätin Alexandra Burgmaier würdigte die Leistungen der Abiturienten – nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass das bayerische Abitur trotz Querelen um die Dauer der gymnasialen Schulzeit anerkanntermaßen das anspruchsvollste in Deutschland ist. Ferner appellierte sie an die Absolventen, auch den Raum Rosenheim in ihre Zukunftsplanung mit einzubeziehen: „Unsere Region braucht Sie!“

Der Zweite Bürgermeister der Gemeinde Raubling, Andreas Schober, schloss sich auch im Namen der zahlreich anwesenden Bürgermeister aus dem Einzugsgebiet des Gymnasiums diesem Wunsch an und brachte seine Zufriedenheit angesichts der freudigen Gesichter und strahlenden Augen dieser jungen Menschen zum Ausdruck, die am Übergang zur Arbeitswelt stehen.

Elternbeiratsvorsitzende Susanne Franz gratulierte humorvoll zur Vollendung dieses schwierigen Schritts, zum „Oskar unter den Abiturzeugnissen“, den die Abiturienten zahlreichen bildungspolitischen Reformen zum Trotz erfolgreich vollzogen haben und wünschte ihnen, die Lebensaufgabe zu finden, die sie lieben und zudem eine ideale „Work-Life-Balance“ für sich und ihre zukünftige Familie.

Nach der Verleihung der Abiturzeugnisse würdigte die Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des Gymnasiums Raubling, Ann Koenig und ihre Stellvertreterin Andrea Kühnhackl, das außerordentliche Engagement von sechs Schülern für die Gemeinschaft:

Julia Hamberger, Clarissa Didjurgeit, Schülersprecher Simon Holleis und Josef Fröhler, Marie Fitsch und Niklas Heckel erhielten in diesem Jahr den begehrten Sozialpreis.re

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