Pittenhart – Im Jubiläumsjahr „200 Jahre staatliche Gemeinde“ richten die Pittenharter den Blick nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch in die Zukunft: darauf, wie man den Ort miteinander weiterentwickeln kann. Ein Meilenstein für die Lebensqualität und die Förderung der Jugend in Pittenhart ist das neue Sport- und Freizeitgelände, das in einer Gemeinschaftsleistung von Sportverein und Gemeinde verwirklicht wurde.
Nach Jahren intensiver Planungen, harter Arbeit und großem ehrenamtlichen Engagement ist es nun so weit: Am Sportplatz wird ein Festzelt aufgestellt, in dem am Freitagabend Jakob Linner und die Band „Baeck in Town“ mit dem ehemaligen SpVgg-Coach Peter Schuster auftreten. Zuvor steigt ab 16 Uhr ein Beachvolleyballturnier unter dem Motto „Der Spaß steht im Vordergrund.“
Der Samstag steht im Zeichen des „Tags des Jugendfußballs“, zu dem zahlreiche Teams von der G- bis zur D-Jugend erwartet werden.
Höhepunkt der Feierlichkeiten ist der Festsonntag am 15. Juli. Ab 10 Uhr wird Pfarrer David Mehlich einen Festgottesdienst zelebrieren und die neue Anlage weihen. Die Musikinitiative Pittenhart wird den Festakt musikalisch begleiten. Nach den Grußworten von Gemeinde, Sportverein und Ehrengästen spielen „De Gloakarierten“ zum gemütlichen Beisammensein auf.
Unermüdlicher Dreh- und Angelpunkt bei allen Maßnahmen war und ist SpVgg-Vorsitzender Siegfried Obermaier. Er blickt auf die vielen Etappen seit Juni 2014 zurück: Sanierung der Mannschaftskabinen, Neugestaltung des Sportheims, neue Stockbahnen, Fußball-Trainingsplatz und Kleinspielfeld, Bewässerungs-Brunnen, Platz für Beach-Volleyball- und Soccer, Leichtathletik-Laufbahn, Ballfangzäune und das neu angelegte Fußball-Hauptspielfeld.
Am Ende stehen unzählige Arbeitseinsätze mit insgesamt über 7000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden. „Es war sehr viel Arbeit, aber ein großer Kern ehrenamtlicher Helfer hat über diese Jahre hinweg unermüdlich mitgezogen. Das ist schon einmalig“, so Obermaier.
Auch finanziell war die neue Anlage für den Sportverein ein Kraftakt, weshalb man um die Fördergelder des bayerischen Landes-Sportverbands und des Freistaates sehr dankbar war. Entscheidend war laut Obermaier aber der Rückhalt der Gemeinde. „Wir haben als Verein alles gegeben, aber ohne das finanzielle Engagement der Gemeinde wäre es nicht gegangen, ganz klar. Das alles war nur möglich, weil Ehrenamt, kommunalpolitischer Wille und Zusammenhalt ineinandergegriffen haben.“
Bürgermeister Sepp Reithmeier begleitet das Projekt seit Beginn seiner Amtszeit. „Wenn man so etwas anpackt, dann muss man es gescheit machen, dann muss es nachhaltig sein und über Generationen tragen“, so Reithmeier. Natürlich habe es anfangs auch Diskussionen gegeben. „Das ist normal und muss auch so sein, schließlich gehen wir im Gemeinderat mit dem Geld der Bürger verantwortungsvoll um. Die Anlage schafft beste Rahmenbedingungen für die so wichtige Jugend- und Sportarbeit und fördert die Lebensqualität unserer Bürger und Familien“, so der Bürgermeister.
Sein Dank geht auch an die Grundstückseigentümer, mit denen er verhandelt hat: „Egal, ob es sich um wichtige Verkehrsprojekte, ein Baugebiet oder wie hier um eine Sportanlage handelt: Ohne die Gesprächsbereitschaft und Offenheit der Grundstückseigentümer geht nichts. Das kann man nicht oft genug hervorheben.“
Siegfried Obermaier und Sepp Reithmeier wünschen sich jetzt ein fröhliches und stimmungsvolles Festwochenende: „Gemeinde, Verein und alle Menschen, die sich hier eingebracht haben, sollen feiern und sich freuen. Hier wurde etwas Großartiges geschaffen“, sind sie sich einig.