Lauf10 in Nussdorf

Am Ziel wartete das pure Glück

von Redaktion

Die Schweißperlen liefen ihnen im Gesicht herunter und auch die Sportkleidung war deutlich sichtbar durchgeschwitzt, als sich ein Pulk von fünf Läufern dem Ziel am Nußdorfer Sportplatz näherte. Sie hatten es geschafft und zehn Kilometer durchgehalten.

Nußdorf – Wenige Meter vor dem Zieleinlauf setzte einer der Sportler plötzlich zu einem Endspurt an und setzte sich mit letzter Energie an die Spitze der kleinen Gruppe. Nun, auch noch angespornt von den Rufen der Zuschauer, nahm dann der ganze Pulk Geschwindigkeit auf. Dann laute Jubelrufe bei Läufern und Zuschauern gleichermaßen, als das Ziel erreicht war. Die Läufer fielen sich in die Arme. Ein Moment reinsten Glücks.

So fand der Lauf10, eine Initiative von BR und TU München, für die rund 50 Läufer in Nußdorf ein glückliches Ende.

Als sie vor zehn Wochen mit den Vorbereitungen auf den Zehn-Kilometer-Lauf begannen, waren einige Teilnehmer sehr skeptisch, ob sie das überhaupt schaffen werden. Doch Heidi Wullinger, Abteilungsleiterin beim Nußdorfer Sportverein (SVN), sprach ihnen Ende April Mut zu. Denn die erfahrene Übungsleiterin weiß, dass neben der körperlichen Anstrengung von den Läufern Willenskraft und hohe Motivation abgefordert wird. Immerhin begannen viele „blutige Anfänger“ erst mit dem Training, als sie das Angebot von Lauf10 des Nußdorfer Sportvereins angenommen hatten.

Trainiert wurde in zwei Gruppen, zweimal in der Woche für rund eine Stunde. Rasch bildeten sich kleine Teams. So kam ein „Wir“-Gefühl auf, die Läufer motivierten sich gegenseitig und verabredeten sich gleich immer wieder für den nächsten Termin. „Auch das ein Ergebnis des gruppendynamischen Prozesses“, sagte Heidi Wullinger, die stolz darauf war, dass fast alle Teilnehmer vom Anfang bis zum Ende dabeiblieben. Immerhin waren das rund 50 Läufer.

Ausgangspunkt war immer der Sportplatz in Nußdorf und dann ging es meist am Inndamm entlang. Unterstützt wurden die Läufer von insgesamt zwölf erfahrenen Trainern, die sich immer wieder um die Läufer kümmerten, das Aufwärmtraining oder auch das abschließende „Stretching“ übernahmen.

Nun aber hatten sie es alle geschafft und jubelten sich gegenseitig am Ziel zu, bis schließlich auch der letzte Läufer eingetroffen war.

Dabei kam eine fantastische Stimmung auf, die großen Rennen in nichts nachstand. Kaum einer der Teilnehmer fragt nach der Zeit, denn die stand nicht wirklich im Vordergrund. Mitmachen und ankommen – das war die Devise.

Heidi Wullinger konnte schließlich allen Teilnehmern versichern, dass sie in den vergangenen zehn Wochen eine glanzvolle Leistung vollbracht hätten. Einige von ihnen verabredeten sich dann gleich schon wieder zu einer Fortsetzung des Trainings.

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