DAV und DIMB sanieren Weg an der Kampenwand

Bergfreunde packen gemeinsam an

von Redaktion

Während oftmals Mountainbiker und Bergwanderer auf einander schimpfen, gingen Mitglieder der DAV-Sektion Prien und der Mountainbike-Initative DIMB jetzt einen anderen Weg. Wobei Weg das passende Stichwort ist: Gemeinsam besserten sie den Wanderweg 202 an der Kampenwand aus.

Aschau – Am Ende waren sich alle einig: „Zusammen können wir mehr erreichen.“ Das war das Fazit einer Wegepflegeaktion der Sektion Prien des Deutschen Alpenvereins (DAV), bei der zum zweiten Mal auch Mitglieder der Deutschen Initiative Mountainbike (DIMB) mit anpackten. Gemeinsam sanierten Wanderer und Biker den Wanderweg 202 an der Kampenwand.

Unter Leitung von Leonhard Perl, Wegewart der DAV-Sektion Prien, besserten die rund 20 freiwilligen Helfer einen viel genutzten Kampenwand-Pfad aus – von der Passage „Bei Unserer Lieben Frau“ über den Rossboden und östlich um den Sulten herum bis zur Steinlingalm. Dabei wurden vor allem kleine Abflusskanäle gegraben, um der Erosion durch die vielen Bachläufe und häufigen Gewitter entgegenzuwirken. Dankbar waren die Alpenverein-Mitglieder dabei nicht nur für die tatkräftige Unterstützung der Mountainbiker, sondern auch für Tipps aus ihrer Perspektive: Denn die Wege können beispielsweise gezielt so hergerichtet werden, dass weniger Bremsmanöver nötig sind und damit weniger Spuren hinterlassen werden.

Bremsmanöver verhindern

Die DIMB ist mit rund 80000 Mitglieder und über 30 Regionalgruppen Deutschlands größter auf Mountainbiken spezialisierte Verein. „Unser wesentliches Anliegen ist, dass Biker und Wanderer Bergwege mit gegenseitigem Respekt und naturschonend gemeinsam nutzen“, so Mila Hanke, Sprecherin der Regionalgruppe Chiemgau/Berchtesgaden. „Wir sind uns bewusst, dass es schwarze Schafe gibt, die beispielsweise ihr Tempo nicht anpassen, wenn sie Wanderern begegnen“, so Hanke. „Der Großteil der Mountainbiker befolgt aber aus Überzeugung die sogenannten ,Trail Rules‘, Verhaltensregeln für Mountainbiker, ähnlich der FIS-Regeln für Skifahrer.“

Gegenseitiges Verständnis

„Die Mithilfe der DIMB bei unserem Wegpflegetag ist ein schönes Beispiel, wie verschiedene Bergliebhaber zusammenarbeiten, sich austauschen und gegenseitiges Verständnis entwickeln können“, betonte Perl vom Alpenverein. Er hält solche Kooperationen für einen wirksamen Weg, das teilweise angespannte Verhältnis zwischen Wanderern und Bikern zu normalisieren. „Ich hoffe, dass dieses Beispiel möglichst viele weitere Bergsportler – etwa auch Gleitschirmflieger und Trailrunner – motiviert, sich gemeinsam für die nachhaltige Nutzung unser aller Berge einzusetzen.“ re

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