Flintsbach – In diesem Jahr hatte das Kollegium sich die Aufgabe gestellt, dass alle Jahrgänge und Kinder ein gemeinsames Stück zur Aufführung bringen. So wurde schon im Frühjahr auf der Grundlage des Kinderbuchs „Das Vier-Farben-Land“ von Gina Ruck-Pauquet gemeinsam an der Dramaturgie gearbeitet. Anschließend schrieben die Lehrkräfte jeder Jahrgangsstufe selbst, teils zusammen mit den Kindern, ihre jeweilige Szene.
Das Vier-Farben-Land besteht aus vier Teilen: In einem Teil ist alles grün, im zweiten alles rot, im dritten gelb und im vierten blau. Die Häuser, die Bäume und auch die Menschen. Alle fanden nur ihre eigene Farbe schön, dachten in ihr und träumten in ihr. Allein die ganz kleinen Kinder waren bunt. Aber auch sie nahmen bald die Farbe ihrer Umgebung an.
Jede Jahrgangsstufe vertrat eine Farbe und so kamen die Kinder in leuchtenden Farben auf die entsprechend ausgeleuchtete Bühne. Die Kulissen des Volkstheaters gaben jedem Auftritt das gewisse Etwas, was mit eigens von den Schülern angefertigten Requisiten noch abgerundet wurde.
Der Erzählstrang zwischen den einzelnen Szenen wurde von vier Moritatensängern, begleitet von einem Akkordeonspieler, dargebracht. Diese Moritaten hatte Johanna Riedl, die insgesamt „die Fäden in der Hand gehalten“ hatte, gedichtet und mithilfe von Cornelia Kotschenreuther einstudiert.
Dies war eine enorme Leistung dieser Kinder der zweiten Klassen, die wirklich eine Menge Text zu lernen hatten und mit klaren reinen Stimmen deutlich intonierten!
Bei einem Musiktheater dürfen weiterer Gesang und Tanz natürlich nicht fehlen. Die AG Chor unter der Leitung von Johanna Riedl hatte mitreißende Lieder ganz verschiedener musikalischer Genres vorbereitet und auch die einzelnen Klassen sangen ein Lied, in dem sie schmissig ihre Farbe vorstellten. Die Tanz AG zeigte drei sehr unterschiedliche Tänze zu den gesungenen Liedern des Schulchors.
In allen Ländern gibt es unter den Kindern schließlich einen oder mehrere „Revoluzzer“: Ihnen werden das tägliche Einerlei, die immer gleichen alten Sprüche und Spiele bald zu langweilig und sie wünschen sich Abwechslung und erkennen, dass diese klaren Grenzen verwischt werden müssen, um mehr Möglichkeiten zu haben. Dies wurde tänzerisch wunderbar umgesetzt von der Tanz AG, die wieder liebevoll und professionell von Christine Dieseldorff angeleitet worden war.
Die Botschaft dieses Stücks erkannten schließlich alle bei einem großen gemeinsamen Finale: „Sei offen für andere – dann wird das Leben bunt und reich!“ Das Publikum belohnte mit tosendem Applaus.re