Kiefersfelden – Durch den jüngsten Beschluss des Gemeinderats Kiefersfelden sollen jetzt die noch nicht ausgebauten Bereiche „Bergbauern- und Einzelhöfe“ unter Berücksichtigung des staatlichen Förderprogramms „Höfebonus“ mit der Breitbandverkabelung erschlossen werden.
Aktuell „sind rund 98 Prozent des Gemeindegebiets schon mit der neuen Technik vernetzt“, so Bürgermeister Hajo Gruber. Die restlichen zwei Prozent sind eben diese Einzelhöfe und Bergbauernalmen, zu denen die Glasfaserkabel der Telekom noch nicht führen. „Dazu“, so der Rathauschef weiter, „wollen wir die Restfördergelder nutzen, zusätzlich mit den Mitteln aus dem Höfebonus-Programm, so dass wir dann diese Versorgungslücke schließen können“.
Allerdings bereitet das Zeitfenster dem im technischen Bereich maßgeblich verantwortlichen Ingenieur Sepp Oberauer doch einige Sorgen, „da der zeitliche Ablauf noch nicht genau feststeht“. Zunächst einmal erfolge zeitnah die entsprechende Ausschreibung und die daraus resultierende Anbieterauswahl mit den Vertragsauskleidungen. „Das wird sich sicher über einige Jahre erstrecken und bedeutet für die betroffenen etwa 30 Einzelhöfe eine entsprechend längere Wartezeit. Allerdings bekommen die Höfe dann das superschnelle Glasfaserkabel direkt ins Haus verlegt, während jetzt die Verlegung des Glasfaserkabels an den jeweiligen Verteilerkästen endet und von dort aus per Kupferkabel zum Endnutzer führt“, so der Fachmann.
Und Oberauer setzt fort: „Insgesamt wurden in Kiefersfelden 28 Verteilerkästen durch die Telekom mit Breitband ausgebaut, 14 davon finanziert aus dem Fördertopf und die andere Hälfte im Eigenausbau.“
Die beiden Förderprogramme sehen eine Bandbreite von mindestens 30 MB (Megabyte) auf gemeindlichem Gebiet vor. Wenn der Wert darunter liegt, gibt es die staatliche Förderung von bis zu 90 Prozent der Investitionskosten für die Kommunen.
Diesen Schritt hat die Gemeinde Kiefersfelden bereits schon vor längerer Zeit getan und „bisher haben wir rund 350000 Euro Eigenmittel ausgegeben“, erinnert sich der Bürgermeister.
Einzelhofanbindung
Das neue Programm für die Einzelhofanbindung verschlingt noch einmal geschätzte 1,2 Millionen Euro, von denen die Gemeinde wiederum zehn Prozent, also rund 120000 Euro, selbst schultern muss. Die Mittel hierfür stehen bereit, allerdings müssen nun die verwaltungs- und finanztechnischen Voraussetzungen für den Ausbau gelegt werden, damit auch die restlichen zwei Prozent der Internetanschlüsse über das schnelle Breitbandkabel verfügen. Ob dieses so genannte „schnelle Internet“ dann auch genutzt wird, ist abhängig von dem jeweiligen Endabnehmer, der mit dem Anbieter einen entsprechenden – in der Regel kostenpflichtigen Nutzungsvertrag – abschließen muss.