Bad Endorf – Die Gesundheitswelt Chiemgau (GWC) AG ist nach den jüngsten Zahlen, die auf der Hauptversammlung präsentiert wurden, auf einem guten Weg. Aber wie steht es mit der Marktgemeinde Bad Endorf? Die Heimatzeitung fragte bei Bürgermeisterin Doris Laban, nach. Sie und der Gemeinderat hatten die Entflechtung ganz wesentlich mit angeschoben.
Im Jahr eins nach der Entflechtung: Welche ersten Auswirkungen gab es bereits für die Marktgemeinde?
Sowohl unsere Marktgemeinde Bad Endorf als auch die Gesundheitswelt Chiemgau (GWC) AG, an der wir nach wie vor rund 76 Prozent der Anteile halten, sind erfolgreich neu ausgerichtet. Der Konzern kann nun zukünftig seine Aufgaben – zu denen auch der Betrieb der für den Ort bedeutenden Therme nebst dazugehöriger Parkeinrichtung gehört – aus eigener Kraft erfüllen. Der Standort Bad Endorf bleibt damit wirtschaftlich und touristisch gestärkt und zahlreiche Arbeitsplätze sind gesichert.
Als Gemeinde befinden wir uns jetzt in der komfortablen Situation, dass wir zukünftig ein erfolgreiches Unternehmen an unserer Seite haben und wir uns auf unsere weitere Ortsentwicklung konzentrieren können, während wie versprochen die Therme modernisiert und ein neues, größeres Parkhaus errichtet wird. Die Stärkung von Bad Endorf als Gesundheits- und Tourismusstandort ist hervorzuheben.
Zusammen mit unseren Akteuren im Tourismus entwickeln wir gerade unsere Tourismus-Strategie weiter. Wir werden uns hier neu aufstellen und uns in Kürze auch mit einer weiteren Ausgestaltung im Kurgebiet befassen.
Die GWC AG hat sich für die nächsten Jahre viel vorgenommen: Beispiel Attraktivierung der Thermen, höhere Auslastung des Ströbinger Hofes. Wie kann die Gemeinde da Schritt halten?
Als Marktgemeinde nutzen wir die gewonnene Investitionskraft und entwickeln unseren Ort weiter, so auch aktuell das kürzlich neu erworbene Grundstück zwischen Katharinenheim und Rewe. Dort wird eine acht-gruppige Kindertagesstätte mit Schwerpunkt Wohnbebauung entstehen. Der Architektenwettbewerb dafür startet in Kürze.
Auch unser Projekt zur Errichtung eines neuen Schulzentrums mit Mittelschule, Grundschule und Hort am jetzigen Standort der Mittelschule ist auf den Weg gebracht. Hohe Fördermittel dafür sind uns in Anerkennung dieser Notwendigkeit bereits von der Regierung in Aussicht gestellt worden. Hier startet in Kürze die Planung. Nicht zu vergessen ist unser „Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept“ mit einer neuen Verkehrslösung und Neugestaltung im Ortskern.
Und nicht zuletzt sind hier unsere Straßen zu nennen, die jetzt endlich angegangen werden – zusammen mit einer dazu neu auszugestaltenden Entwässerung.
Ist der GWC-Konzern in den Augen der Bürger eigentlich ein Juwel? Wie ist da inzwischen die Sichtweise? Wie sehen Sie das? Wie ist die Stimmung im Gemeinderat?
Die Chiemgau Thermen sind ein kleines Juwel und wir freuen uns, dass wir diese Attraktion erhalten können.
Die Stimmung im Gemeinderat ist gut, zumal wir uns nun verstärkt mit unseren eigentlichen kommunalen Aufgaben befassen können.
Ich sehe den Ort und das Unternehmen auf eine neue, tragfähige Grundlage gestellt, habe mein diesbezügliches Wahlversprechen eingelöst und bin mit der Gesamtentwicklung sehr zufrieden.
Interview: Sigrid Knothe