Aus dem Nussdorfer rathaus

Kostenzusage endlich eingetroffen

von Redaktion

Aktuelle Wetterphänomene: Steinbach in Nußdorf kann sich in kürzester Zeit zum reißenden Strom entwickeln

Nußdorf – „Die Kostenzusage von der Regierung von Oberbayern für den Bau des Hochwasserschutzes am Steinbach ist eingetroffen.“ Das verkündete Nußdorfs Bürgermeister Sepp Oberauer fast schon ein wenig jubelnd in der jüngsten Ratssitzung.

Denn immerhin musste die Gemeinde Nußdorf nach Abschluss der Planungsarbeiten gut ein Dreivierteljahr auf die Zusage der Fördermittel warten. Grund dafür sei Personalmangel in der Behörde. Hinzu sei auch noch Urlaub und Krankheit gekommen, wofür kein Personal da sei.

Der Problematik vorausgegangen war das Jahrhunderthochwasser im Juni 2013, das die gesamte Region betroffen hatte.

Der Pegel am Steinbach verzeichnete seinerzeit in der Spitze einen Wasserdurchfluss von 42,9 Kubikmeter pro Sekunde. An einige Stellen verließ der Bach sogar sein Bett und sorgte für Überschwemmungen im näheren Umfeld.

Damals wurde dieses Ereignis zum Anlass genommen, mit Planungen für Schutzmaßnahmen zu beginnen. Das der Steinbach trügerisch ist, zeigen mittlerweile sogar unspektakuläre Wetterereignisse, wie erst kürzlich am 28. Juni.

Während die Wetterdienste allgemein von schönen und warmen Wetter sprachen, kündigen sie für die Südostbayern an, dass es im Chiemgau und im Berchtesgadener Land auch zu länger anhaltendem und ergiebigem Regen kommen werde. Eine Prognose, die für diese Jahreszeit nicht außergewöhnlich ist.

Der angekündigte Regen setzte dann tatsächlich am Vormittag ein. Bereits gegen 16 Uhr verzeichnete der Nußdorfer Pegel einen Wasserdurchfluss von rund 31 Kubikmetern pro Sekunde und lag in der kurzen Zeit nur noch zehn Kubikmetern pro Sekunde unterhalb des Wertes vom Juni 2013. So schnell die Regenwolken kamen, so schnell verzogen sie sich schließlich. Der Steinbach ging recht schnell wieder auf Normalniveau zurück.

Der Rathauschef rechnet allerdings nicht damit, dass mit den tatsächlichen Bauarbeiten am Steinbach noch vor dem Frühjahr 2019 begonnen werden kann. Als Bauzeit sind rund drei Jahre eingeplant. „Es ist schon beachtlich, wenn man sieht, dass zwischen dem auslösenden Ereignis und der Umsetzung fast zehn Jahre vergangen sind“, so Oberauer.stv

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