Schüler bringen „1000 Farben hat die Welt“ auf die Bühne

Bunte Reise um den Globus

von Redaktion

Mit einer Reise um den Globus haben die Eggstätter Grundschüler jetzt die Zuschauer in der Turnhalle verzaubert. „1000 Farben hat die Welt“ heißt das Musical, das die kleinen Nachwuchsschauspieler wochenlang einstudiert hatten.

Eggstätt – Kunterbunt und quietschfidel ging es her beim Sommerfest der Grundschule Eggstätt. Unter der musikalischen Leitung und des Arrangements von Günter Ebel, Musiklehrer aus der Gemeinde, führten die 90 Schüler mit ihren Lehrerinnen und einer eigens zusammengestellten Band aus ehemaligen Schülern und Eltern das farbenfrohe Kindermusical „1000 Farben hat die Welt“ auf.

Zusammen mit Colorida und Vario, zwei bunt angezogenen Clowns, bereisten die vielen großen und kleinen Gäste von der Turnhalle der Eggstätter Grundschule aus die gesamte Welt, um alle Farben der Welt einzusammeln. Denn Gefahr drohte, wollten doch die vier Egalos – vier in Grau gewandete Schüler – alles auf eine einheitliche graue Linie bringen: „Alles egal, alles egal, bunt gemischt, das war einmal“ und „alles egal, alle egal, grau ist unsere erste Wahl.“

Und so reisten die Zuschauer mit Hilfe ihrer Fantasie erst nach China – die Farbe rot galt es von dort mitzubringen. Dann ging es über das „blaue“ Australien ins „gelbe“ Afrika und dann weiter in den grünen Dschungel Brasiliens. Bunt-orange wurde es dann in Nordamerika und Kanada, ehe es zurück nach Bayern ging: Mit dem Schwarz aus der deutschen Flagge und der Farbe Weiß aus der bayrischen und der Eggstätter Fahne hatten die beiden Clowns Vario und Colorida alle Farben der Welt eingesammelt und besiegten so die grauen Egalos. Eine wunderbare Idee, hier viele bunte Luftballons ins Publikum steigen zu lassen.

Überhaupt war der ganze Nachmittag einmalig kunterbunt und abwechslungsreich, stimmten doch schon Bühnenbild, Requisiten und Kostüme auf die jeweilige Landes- und Flaggenfarbe ein. Dazu noch jeweils ein aussagekräftiges landestypisches Symbol auf einer Leinwand oder als Objekt auf der Bühne – sei es der grüne Drache für China, der Totem für die Indianer oder Gummibaum und der heilige Berg Uluru, bekannt als Ayers Rock, in Australien – und sofort fühlten sich die Zuschauer in das jeweilige Land versetzt.

Die Musik passte auch immer: Da erklangen auf dem Hackbrett asiatische Melodien, da stimmte das Banjo mit Western-Klängen auf Nordamerika ein, und die einzelnen Klassen, die jeweils ein Land vertraten, stimmten ein landestypisches Lied – für Australien erklang beispielsweise der Song „Kookaburra sits in the old gum tree“, das sich auf einen Singvogel namens lachender Hans bezieht.

Und gleichzeitig war das Musical, bei dem die gesamte Schulfamilie sich einbrachte, nicht nur ein Augen- und Ohrenschmaus, sondern lehrreich obendrein, lernte man doch auf der Weltreise auch noch obendrein Flora, Fauna und Landesfarben kennen. Langanhaltender Applaus für alle beteiligten Lehrer, Schüler und Eltern war der Lohn – eine großartige Idee, mit einem Musical nicht nur die Schulfamilie noch mehr zusammenzuschweißen, sondern mehr noch das Schuljahr kunterbunt ausklingen zu lassen.

Sanierung der

Schule steht

Bürgermeister Hans Schartner, der der Aufführung beiwohnte, hatte in seiner Begrüßung bekannt gegeben, dass die Schulhaussanierung ab dem kommenden Schuljahr in Angriff genommen werden soll. Umso erfreulicher sei da die kurz zuvor eingegangene Mitteilung der Regierung, dass man die Maßnahmen in Höhe von rund 1,7 beziehungsweise 1,8, Millionen Euro mit rund 1,1 Millionen Euro bezuschussen werde. Ein Grund mehr, das ausklingende Schuljahr mit einem Musical und einem reichhaltigen, bunten Buffet ausklingen zu lassen.

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