brenner-zulauf thema in bürgersprechstunde

In der „Zwickmühle“

von Redaktion

Der Brenner-Nordzulauf beschäftigt auch die Bürger von Großkarolinenfeld. Die meisten der Grobtrassenentwürfe, die von der Deutschen Bahn veröffentlicht wurden, laufen direkt durchs Gemeindegebiet. Daher nutzten einige Interessierte die Bürgersprechstunde, um sich über den Sachstand zu informieren.

Großkarolinenfeld – Bürgermeister Bernd Fessler erklärte, dass die Gemeinde vier Vertreter im Regionalforum des erweiterten Planungsraums hat, die für die Interessen der Kommune einstehen. „Wir werden dort informiert und können Vorschläge einbringen“, so der Gemeindechef. So habe man etwa die Pläne der Grobtrassenentwürfe bemängelt, auf denen die genaue Lage der Varianten nicht zu erkennen war. Inzwischen gibt es die Entwürfe auf eine Luftkarte projiziert.

Außerdem hat die Gemeinde kritisiert, dass es lediglich eine Infoveranstaltung von der Deutschen Bahn in Tuntenhausen gegeben hat, obwohl man in Großkarolinenfeld von allen Seiten betroffen sei. Nun soll es im September eine weitere Infoveranstaltung in der Gemeinde geben.

Ein Bürger aus Tattenhausen machte einen Vorschlag, dem Bürgermeister Fessler nachkommen will: Weil Tattenhausen von den Grobtrassen massiv betroffen ist, soll nun ein Vertreter des Ortsteils die Delegation im Regionalforum ergänzen.

Was die allgemeine Haltung in Großkarolinenfeld bezüglich des Nordzulaufes angeht, da sprach Fessler von einer „Zwickmühle“. Es gebe mindestens drei Lager in der Gemeinde mit unterschiedlichen Betroffenheiten und Forderungen – von der Meinung „Nein, bei uns nicht“ bis zu den München-Pendlern, die auf einen funktionierenden Nahverkehr setzen.

Grundsätzlich machte Fessler in der Sprechstunde, die vor der Gemeinderatssitzung stattfand, klar, dass man sich ganz am Anfang des Verfahrens befinde. khe

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