Gaufest: Trachtenverein D‘Lindntaler zieht positive Bilanz

Ein Gewinn für die Dorfgemeinschaft

von Redaktion

Die Organisatoren des Gaufestes des Inngau-Trachtenverbands haben ein rundum positives Fazit gezogen. Das bunte Fest habe den Besuchern nicht nur jede Menge Freude bereitet, sondern auch die Dorgemeinschaft noch ener zusammenrücken lassen.

Rohrdorf – „Je kleiner das Nest, desto größer das Fest!“ So kommentierte vor 30 Jahren der damalige bayerische Ministerpräsident Franz-Josef-Strauß beeindruckt das von Lauterbach erstmalig ausgerichtete Gaufest im Jahr 1988.

Welches Fazit kann der Trachtenverein D’Lindntaler Lauterbach heuer, im Jahr 2018, nach den Festlichkeiten rund um das 70-jährige Vereinsjubiläum im Rahmen des 98. Gaufestes des Bayerischen Inngau-Trachtenverbandes ziehen? Haben sich die Mühen und Anstrengungen in den über zwei Jahren Vorbereitungszeit gelohnt? Ist der Wunsch, den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft zu stärken, erfüllt worden?

Diese Fragen können nach Angaben der Veranstalter eindeutig mit einem „Ja“ beantwortet werden. Seit dem Aufbau des Festzeltes und schon Wochen davor herrschte in Lauterbach Ausnahmezustand. Täglich kamen unzählige Ortsbewohner und Helfer aus der ganzen Region am Festzelt zusammen, um zu arbeiten, aber auch um zu feiern.

Festleiter Sepp Brem junior fasst beim Helferessen, das zum Dank für die Unterstützung vom Verein ausgerichtet wurde, zusammen: „Die Dorfgemeinschaft ist durch die Herausforderung, ein Großereignis wie das Gaufest zu stemmen, gewachsen und alle können stolz sein. Es war gut, dass wir es gewagt haben. Die Erinnerung an dieses wunderbare Gaufest kann uns lange tragen und lässt uns positiv in die Zukunft blicken.“

Diese Stimmung fing auch Schriftführerin Gudrun Wolf bei den Lauterbachern und Helfern ein. Auf die Frage „Was ist vom Gaufest in Erinnerung geblieben, was war beim Fest beeindruckend?“ antwortete Werner Zucker, der nun seit sieben Jahren im Rohrdorfer Ortsteil Lauterbach lebt und noch kein Mitglied des Trachtenvereins ist: „Respekt gegenüber dem Festausschuss. Ich hätte nicht gedacht, dass an dem Fest und der Organisation so viel dran hängt. Die Ausrichtung des Festes war eine gute Gelegenheit, sich in die Dorfgemeinschaft einzubringen und zu integrieren. Ich habe neue Freundschaften geschlossen.“

Dieser Meinung schließt sich auch Franziska Faltermeier, die seit ein paar Monaten in Lauterbach lebt, an: „Ich habe gehofft, dass sich eine Möglichkeit ergibt, die Lauterbacher kennenzulernen und mich auch mit in die Gemeinschaft einzubringen. Das war die beste Gelegenheit!“

Für Ludwig Ametsbichler, seit 45 Jahren Mitglied bei den Lindntalern, bleibt vor allem der schöne Gauheimatabend mit dem Auftritt der Lauterbacher Kinder und Jugendgruppe sowie der Stern-Kronen-Tanz der Aktivengruppe in Erinnerung. Beeindruckt sagt er: „Die Festwoche hatte ein straffes Programm ohne Ruhepause und dennoch waren immer viele Helfer da. Obwohl ich schon immer in Lauterbach lebe, habe ich viele neue Leute kennengelernt.“

Pferdegespanne

und Zeltaufbau

Als „sehr abwechslungsreich“ empfand Axel Kühnert das Fest. Was sicher auch daran liegt, dass er sich vielfältig einbrachte: Als Helfer beim Zeltaufbau und -abbau, in der Organisation der Pferdegespanne zum Festzug und schließlich beim Platteln und Tanzen in der Aktiven Gruppe.

Solch ein Einsatz sei nicht selbstverständlich, besonders, wenn man bedenkt, dass er erst seit acht Jahren in Lauterbach lebt und seine Wurzeln nicht in Oberbayern hat, so die Einschätzung der Festverantwortlichen. Kühnert: „Vor allem, als der Kirchenzug über die Anhöhe von Schaurain zog, war für mich sehr beeindruckend.“

Hedwig Bauer ist schon seit einigen Jahren bei den Lindntalern dabei und ist immer noch überwältigt von dem Zusammenhalt im Ort: „Der Verein hat ja immer gehofft, dass viele zum Helfen kommen, dass aber auch wirklich so viele Leute vor Ort waren und mitgeholfen haben, hat mich positiv beeindruckt. Ansonsten hätten wir das Fest nicht stemmen können. Keiner war ausgeschlossen, Jung und Alt haben zusammen gearbeitet und gefeiert.“

Ehrenmitglied der Lindntaler, Christian Hamberger, ist rundum zufrieden mit dem Festablauf: „Alles ist gut und unfallfrei abgelaufen. Das Fest war gut organisiert. Im Nachhinein zeigt sich das Ortsbild von Lauterbach selbst von der besten Seite. Hoffentlich ist bald wieder ein Fest!“ re

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