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Kinderhort in neuer Schule

von Redaktion

Der Gemeinderat Rott hat einstimmig beschlossen, in der neu zu bauenden Schule einen Kinderhort einzurichten, der die bisherige Mittagsbetreuung ersetzt. Diese Entscheidung wurde bei der letzten Sitzung getroffen.

Rott – Geschäftsstellenleiter Daniel Wendrock erläuterte die Zusammenhänge zu diesem „Kindergarten für Schulkinder“: Die jetzigen Personalkosten für die Mittagsbetreuung belaufen sich auf jährlich rund 45000 Euro, wohingegen ein Kinderhort mit fachpädagogischem Personal zu besetzen ist. Die Kosten hierfür belaufen sich für einen Kinderhort mit etwa 75 Kindern auf rund 250000 Euro, werden allerdings vom Staat in Höhe von bis zu 75 Prozent bezuschusst.

Die Baukosten für einen Kinderhort sind voll zuschussfähig und können für das vorliegende Raumprogramm bis zu 633000 Euro betragen. Die gleichen Flächen – als Mittagsbetreuung ausgelegt – würden lediglich mit 160000 Euro gefördert. Schließlich handelt es sich bei einem Kinderhort um eine rein gemeindliche Einrichtung, eine Baukostenbeteiligung der Gemeinden des Schulverbands (Ramerberg und Griesstätt) käme nicht in Betracht. Der Träger eines Kinderhorts müsste allerdings nicht die Gemeinde sein, sondern Organisationen wie etwa die AWO. Die Gebühren würden für die Eltern steigen, aber dafür bekommen die Kinder eine qualifiziertere Betreuung.

Gemeinderat Florian Lemmrich verwies auf die Vorteile eines Horts, wenn beide Elternteile berufstätig sind, und Bürgermeister Marinus Schaber sieht darin „ganz allgemein eine Aufwertung der Gemeinde Rott“. Daniel Wendrock ergänzte, dass in einem vergleichbar großen Kinderhort hier im Landkreis lediglich ein jährliches Defizit von knapp 12000 Euro anfalle. tom

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