Kiefersfelden – Die Gemeinderäte beauftragten danach die Planer, einen Planvorentwurf zu erstellen und zu prüfen, inwieweit bei der Umsetzung des Bauvorhabens die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich ist. Selbstverständlich seien dabei auch der Bedarf und die Anregungen der Feuerwehr mit einzubeziehen.
Geplant ist, in dem zweistufigen Baukomplex insgesamt zehn Stellplätze für Einsatzfahrzeuge und Rettungsboot, Funktionsräume wie Trocknungsraum oder Kleiderkammer, sanitäre Anlagen, Besprechungs- und Schulungsräume sowie Lagerstätten, Aufenthaltsraum und Büros einzurichten. Dabei liegen die Vorstellungen von Feuerwehr und Planer „schon ziemlich nah beisammen. Jetzt geht es um die Feinabstimmung“, weiß Michael Priermeier. Offen sind noch Fragen einer eventuellen Unterkellerung und ob eine Hausmeisterwohnung eingerichtet werden soll.
Das 80 Jahre alte Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Kiefersfelden soll in zwei Bauabschnitten komplett abgerissen und Zug um Zug neu aufgebaut werden, vor allem, damit die Einsatzfähigkeit der Blauröcke stets gegeben ist. Der Neubau findet auf dem bestehenden Grund statt, er wird aber deutlich größer, moderner und funktionaler.
Die erste Kostenschätzung beläuft sich auf rund fünf Millionen Euro, wobei hier noch nicht die zu erwartenden Fördergelder des Freistaats abgezogen sind. Besonders beeindruckend ist, dass die Feuerwehr von Beginn an sehr engagiert mit im Boot war und in Eigenregie Vorleistungen erbracht hat, die die kostengünstigere Planung ermöglichten.
Geplant ist der Baubeginn im nächsten Jahr, die Fertigstellung des Neubaus soll dann im Jahr 2021, rechtzeitig zum 150-jährigen Bestehen der FFW-Kiefersfelden erfolgen. Zunächst aber ist im weiteren Fortgang noch eine Vielzahl von Erfordernissen zu erfüllen. Vor allem die zwingend vorgegebene, europaweite Ausschreibung wird einige Zeit andauern und könne die Fertigstellung des Projekts durchaus verzögern, hieß es in der Sitzung.