Trachtenverein „Almenrausch“ Rossholzen feiert 120. Geburtstag

Vorfreude bei Roßholzener Trachtlern

von Redaktion

Fest vom 14. bis 20. August – Bieranstich am Dienstag, 14. August – Extra-Abend für die Jugend

Samerberg – Der Trachtenverein „Almenrausch“ Roßholzen am Samerberg feiert heuer seinen 120. Geburtstag. Höhepunkte der Veranstaltungen im Festzelt und im Dorf sind am Samstag, 18. August, der Festabend mit der Musikkapelle Samerberg und am Sonntag, 19. August, ein Feldgottesdienst um 10 Uhr sowie der Trachtenumzug um 14 Uhr.

Weitere Termine der Trachtler sind am Dienstag, 14. August, der Bieranstich mit den Musikgruppen „Alpensound“ und „De Jungen Pongauer“ unter dem Motto „Oberkrainer trifft Tanzlmusi“, am Mittwoch, 15. August, folgt ein Kabarett-Abend mit „Da Huawa, da Meier und i“ mit dem Titel „Zeit is a Matz“ (Einlass ab 18 Uhr), am Donnerstag, 16. August, ab 11 Uhr ist ein „Tag der Generationen“ mit der Jugendblaskapelle Samerberg und mit Auftritten der „Baschtler Jugend“ und am Montag, 20. August, findet ab 18 Uhr ein Kesselfleischessen mit den „Hoaz-Bräu-Musikanten“ und einem Goaßlschnalzertreffen statt.

Im Rahmen des Festes „120 Jahre Trachtenverein Almenrausch Roßholzen“ veranstaltet die Feuerwehr Roßholzen/Steinkirchen am Freitag, 17. August, einen Abend für die Jugend unter dem Titel „Rock am Berg“ mit der Band Nirwana.

Damals, 1898, waren es 13 Mitglieder, durchwegs Männer, die sich 1898 zur Gründung des Vereins einfanden. Erste noch vorhandene Aufzeichnungen gibt es von der Generalversammlung am 10. Januar 1909. In der 40. Jahresversammlung hält der damalige Vorsitzende Bartholomäus Binder eine Rückschau, der zufolge 1903 eine Fahne für den neuen Trachtenverein angeschafft worden war.

Anfangs waren staatliche und kirchliche Behörden von der Gründung eines Trachtenvereins nicht so angetan: Durch die Trachtler war ein allgemeiner Sittenverfall befürchtet worden. Auch der damalige am Samerberg wirkende Vikar Josef Dürnegger (Samerberg wurde 1909 eine selbstständige Pfarrei) wollte den Trachtenverein nicht akzeptieren. Der Vikar lehnte es ab, die Vereinsfahne zu weihen. Deswegen wurde die Fahne wie zur damaligen Zeit auch von anderen neu gegründeten Trachtenvereinen im benachbarten Österreich geweiht. Wieso die Roßholzener Fahne gerade im weit entfernten Wien und nicht in Salzburg oder in einer anderen grenznahen Gemeinde geweiht wurde, ist in den Protokollbüchern nicht festgehalten. Josef Dürnegger war über die Weihe im Ausland nicht begeistert. Wie es in der Vereinschronik heißt, sei er sehr erzürnt gewesen, weil er sich als Ortsgeistlicher übergangen fühlte. Als ihm die Trachtler die Weihe-Urkunde vorlegten, soll er sie vor lauter Ärger zerrissen haben. Aber dieser Zwist mit der Kirche gehört natürlich längst der Vergangenheit an. hö

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