Heimische Wasserkraft im Fokus

von Redaktion

Fachdiskussion mit Umweltminister Dr. Marcel Huber am Samerberg

Samerberg – „Wer die heimische Wasserkraft angreift, der greift auch den heimischen Mittelstand als Wohlstandsmotor unserer Region an“, fasst der CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner die aktuelle Diskussion um die Wasserkraft zusammen. Gemeinsam mit seinem Landtags-Kollegen Otto Lederer und dem Landtagskandidaten Daniel Artmann hatte Stöttner deshalb zum Wasserkraftforum mit Staatsminister Dr. Marcel Huber zum Entenwirt auf den Samerberg eingeladen.

„Die bayerische Wasserkraft ist untrennbar mit dem wirtschaftlichen Erfolg des Freistaats verbunden“, hieß Stöttner die gut 60 Gäste willkommen. Gerade im Landkreis Rosenheim sei die Wasserkraft als „traditionelle Energieform“ der Garant für die herausragende Wirtschaftsleistung und Wohlstandsentwicklung.

Das für die Wasserkraftbetreiber entscheidende Thema der Mindestwasserregelung war zentrales Thema in der sachlich fundierten geführten Diskussion. Lederer sprach sich hierzu für eine ausgewogene und zukunftsfähige Lösung aus, die in Hinsicht auf ökologische und ökonomische Gesichtspunkte erarbeitet werden müsse: „Eine große Zahl an Wasserkraftwerken wird oft seit Generationen im Familienbetrieb geführt. Deshalb ist eine pauschale Verurteilung der heimischen Wasserkraft völlig verfehlt.“

Besonders die Sorge um eine Einführung einer pauschalen und verpflichtenden Mindestwasserabgabe aus ökologischen Gründen treibt die Wasserkraftbetreiber dabei um: „Die erhöhten Anforderungen an den Umweltschutz haben sicherlich ihre Berechtigung, dürfen aber nicht ideologisch geführt werden und zu unverhältnismäßigen Belastungen für die Wasserkraftbetreiber führen“, verdeutlicht Daniel Artmann.

Umweltminister Huber formulierte in seinem Schlusswort: „Es gilt, einen bestmöglichen Ausgleich zwischen Wirtschaft und Ökologie zu finden, um die heimische Wasserkraft sowie die Artenvielfalt in den Flüssen zu erhalten.“ Sein Ministerium werde einen Fakten- und Praxischeck durchführen und gemeinsam mit allen Betroffenen einen umfassenden Konsens erarbeiten. „Bayern ist ein Wasserkraftland, und das soll auch so bleiben“, so der Minister abschließend.re

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