Zum Leserbrief „Diskriminierende Fragestellung“, erschienen im Lokalteil:
Gemeinderat Simon Hösch erlaubt sich bezüglich der Begründung des Bürgerbegehrens den Vorwurf der bewussten Täuschung der Aschauer Bürger. Peter Mohr spricht in seinem Leserbrief gar von Diskriminierung in der Fragestellung, wenn wir für eine kostengünstigere Lösung eintreten.
Zu guter Letzt übt sich der Vorsitzende des WSV in Panikmache und ist zudem der Auffassung, dass eine jährliche Mietzahlung von 24000 Euro für vier Umkleidekabinen, eine Schiedsrichterkabine, ein Büro und einen Aufenthaltsraum doch ein gutes Geschäft für die Gemeinde sei. Eine Verschwendung von Steuergeldern bei einem Kostenanteil von 780000 Euro kann er nicht erkennen.
Als einer der Initiatoren des Bürgerbegehrens möchte ich klar feststellen: Wir wollen niemandem etwas wegnehmen, sondern nur erreichen, dass Einsparpotenziale genutzt werden. Das haben wir bei Infoveranstaltungen klar kommuniziert und in Mitteilungsblättern dokumentiert. Dazu stehen wir, und das haben wir auch den Bürgern wahrheitsgetreu erklärt.
Wir wollen die Gemeinde durch den Bürgerentscheid nicht spalten und wollen auch, dass es keine Verlierer und Sieger gibt. Wir appellieren nur an den gesunden Menschenverstand, bei dem die Fragen entschieden werden sollen: Wollen wir eine Sporthalle für rund 7,5 Millionen Euro? Wollen wir dadurch eine zusätzliche Verschuldung von mindestens fünf Millionen Euro? Wollen wir zukünftige Generationen in den nächsten 30 Jahren belasten, obwohl Einsparungen von rund 2,5 Millionen Euro möglich sind?
Ich versichere, dass alle Punkte zur Begründung fundiert und belegbar sind. Die pauschalen und unberechtigten Vorwürfe dienen der Verunsicherung, da den Personen offensichtlich jedes Mittel recht ist, um ein unwirtschaftliches und überteuertes Vorhaben zu verwirklichen.
Abschließend bleibt noch der Hinweis, dass die Rechtsaufsichtsbehörde des Landratsamtes Rosenheim nach Prüfung des Bürgerbegehrens mitgeteilt hat, dass die Fragestellung und die Begründung nicht zu beanstanden sind.
Dieter Gut
Aschau