internationales Hufeisenturnier in Nussdorf: Mannschaft aus Erl hatte Nase vorn

Die mit den Hufeisen werfen

von Redaktion

Es sind nicht nur die gesetzten älteren Herren, die mit den Hufeisen werfen. Auch bei der jüngeren Generation finden sich immer mehr Anhänger. Zum internationalen Hufeisen-Turnier in Nußdorf kamen 84 Teilnehmer, 21 Mannschaften hatten sich beteiligt. Der Sieger hieß in diesem Jahr „Team Erl II“.

Nußdorf – Sie gewannen im Finale gegen die Mannschaft von Schleching, die sich auf den zweiten Platz setzen konnte. Den dritten Platz errang das Team aus Söchtenau.

Bei schönstem Sonnenschein trafen sich die Mannschaften aus Bayern und Tirol auf der Nußdorfer Festwiese unterhalb des Heubergs, die sich diesem Wurfspiel mit dem Hufeisen verschrieben haben. Insgesamt kämpften 84 Teilnehmer in zwei Gruppen um den Sieg – allesamt Männer. Wer glaubt, dass es sich hierbei ausschließlich um einen „Altherrensport“ handelt, der hat sich getäuscht. Es traten Teams mit einem Durchschnittsalter von unter 30 Jahren an. Damit gehört Hufeisenwerfen zum „Mehrgenerationensport“. Allerdings konnten die jungen Nachwuchsstars den „alten Hasen“ den Rang noch nicht ablaufen. Vielleicht klappt es dann beim nächsten Turnier, sich auf einem der vorderen Ränge zu positionieren – natürlich geht das nur mit viel Übung.

Hufeisenwerfen ist übrigens eine alte Tradition und mittlerweile zu einem beliebten Freizeitsport in der Region geworden. Aufgekommen ist dieses Wurfspiel insbesondere in ländlichen Regionen – so auch im Inntal beiderseits der Grenzen. „Vom Ablauf her ist das Hufeisenwerfen dem Stocksport sehr ähnlich“, sagte Sepp Oberauer, Vorsitzender des Hufeisenclubs Nußdorf-Hinterberg. Um zielgenau treffen zu können, müssen die Spieler die Wurftechnik gut beherrschen. Dabei kommt es nicht nur darauf an, in die richtige Richtung zu zielen, sondern auch punktgenau die Zielmarke in 18 Meter Entfernung zu treffen. Außerdem sei auch der Einfluss des Windes nicht zu unterschätzen, erklärt der Experte aus Nußdorf. Die Siegerehrung führt natürlich der Vereinsvorsitzende durch, der für die Prämierten allerlei Preise bereithielt. Nach einem gut achtstündigen Turnier wurde bei einem guten Essen und fetziger Musik in geselliger Runde bis in den Abend hinein gefeiert.

Leider qualifizierten sich die beiden Gastgeber-Mannschaften aus Nußdorf nicht für das Finale. In der GruppeA kam das „Team Nußdorf I“ auf Platz vier und in der Gruppe B das „Team Nußdorf II“ auf Platz drei.

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