Bad Endorf – Sie haben sich nicht gesucht, aber gefunden. Und es war „Liebe auf den ersten Blick“, wie beide übereinstimmend sagen. Waltraut und Hans Otto Siebeck sind nun schon seit 50 Jahren verheiratet und feierten dieser Tage ihre goldene Hochzeit.
Die Biologiestudentin Waltraut begegnete 1967 bei einem Praktikum am Bodensee dem jungen Professor Hans Otto Siebeck. Schon ein Jahr später wurde in Würzburg standesamtlich und in Esslingen kirchlich geheiratet. Nach der Promotion von Hans Otto Siebeck zogen sie gemeinsam nach München.
Siebeck folgte einem Ruf an die Universität München, als dort das Fachgebiet Ökologie eingerichtet wurde. Hier wurde ihm der Aufbau der Limnologie (Gewässerkunde) angeboten.
Die drei Töchter des Jubelpaares wurden in München geboren. Mit dem Auftrag, eine Limnologische Forschungsstation in Seeon aufzubauen, zog die Familie schließlich nach Bad Endorf. Diese leitete Hans Otto Siebeck bis zu seinem Ausscheiden 1995.
Die Diplombiologin Waltraut Siebeck arbeitete über 30 Jahre – neben Haushalt und Kinder – als Musiklehrerin für Querflöte in Rosenheim. Sie spielt auch heute noch im Münchner Flötenensemble.
Obwohl in Ruhestand hat sich Siebeck von 1997 – 2008 ehrenamtlich für die wissenschaftliche Begleituntersuchung zur Entwicklung eines Biotopverbundes zwischen den Naturschutzgebieten Seeoner See und der Eggstätt-Hemhofer Seenplatte eingesetzt. Für dieses Projekt, das Siebeck ehrenamtlich geleitet hatte, wurde er von der Bayerischen Landesstiftung 2005 mit dem Bayerischen Umweltpreis ausgezeichnet. Die Marktgemeinde Bad Endorf verlieh ihm die Bürgermedaille.
Neben dem Beruf, der für beide auch immer gleichzeitig Hobby war, können sich beide für die Musik, Kunstgeschichte und das Wandern in der Natur, immer ausgerüstet mit Kamera und Fernglas, begeistern.
Daneben betreibt Waltraut Siebeck in ihrer Freizeit gern Ahnenforschung und erstellt mit viel Liebe Fotobücher. Das Ehepaar Siebeck hat neben den drei Töchtern, die in Australien, England und Köln leben, drei Enkelkinder, die sie so oft wie möglich besuchen.
Zweiter Bürgermeister Wolfgang Kirner gratulierte im Namen der Marktgemeinde Bad Endorf und überbrachte die besten Glückwünsche. amf