Kiefersfelden – Mit einem fulminanten Zielspurt beendete die Musikkapelle Kiefersfelden ihr saisonales Arrangement „Musik im Park“ für dieses Jahr. Trotz leichten Nieselregens, vor dem die drei herrlich farblich illuminierten Großschirme schützten, waren sehr viele Besucher, unter ihnen auch Bürgermeister Hajo Gruber, in den Kurpark gekommen, um sich der Musik der drei Orchester hinzugeben. Durch den kurzweiligen musikalischen Abend führte Tobias Kurz, der neben seinen instrumentalen Herausforderungen immer wieder Zeit fand, Stücke und Orchestermitglieder vorzustellen und interessante Infos zu geben.
Den Anfang machten die Kleinsten. Der Jugendbläserchor traf auf ein erwartungsvolles und teils auch überraschtes Publikum, das sie mit ihren schon sehr gelungenen musikalischen Arrangements vollauf zufrieden stellten. Obwohl das erst ihr zweiter öffentlicher Auftritt war, merkte man den Nachwuchsmusikern, der Jüngste ist neun Jahre alt, keinerlei Nervosität an.
Unter der Leitung von Mathias Reheis spielten sie ein bunt gemischtes Potpourri, bei dem der abschließende „Beatle Boogie“ sicher der Höhepunkt war. Mit viel Applaus verabschiedet, ging es musikalisch bunt gemixt weiter. Markus Beham übernahm den Dirigentenstab und zeigte mit seinem Jugendorchester auf, dass es dem Verein um den Nachwuchs nicht bange sein muss.
Ein bunter Melodienreigen ging auf die Hörer nieder, die dabei den Regen vergaßen und sich im Takt mit den Bühnenprotagonisten bewegten. Kurz unterbrochen durch das allabendliche Glockenläuten der nahen Pfarrkirche „Heilig Geist“, drehte sich das musikalische Karussell mit dem „Kaiserin Sissi-Marsch“ weiter. Nach dem Stück „Nessaja“ aus Peter Maffays „Tabaluga“, war dann auch für den Nachwuchsdirigenten Schluss, er übergab den Taktstock an Jürgen Dötsch, der das gemischte Ensemble aus Jugendorchester und Musikkapelle zu neuen Musikstücken führte.
Bei dem von ihm arrangierten Werk „Begin the Beguine“ von Cole Porter, zeigte das Großorchester eine wahre Meisterleistung, die mit der Gesangseinlage von Tobias Fritz, der Karel Gotts „Einmal um die ganze Welt“ intonierte, noch einmal getoppt wurde. Einen musikalischen Gruß und Wunsch der männlichen Besucher an ihre weibliche Begleitung war die Polka „Kannst du Knödel kochen“ und zum musikalischen Ende führte das Publikum der zackige „Radetzky-Marsch“.
Damit war aber noch immer nicht Schluss, denn zur Überraschung vieler brannte Musikkapellenmitglied Wast Bleier dann noch ein Feuerwerk im Kurpark ab, das die Zuschauer entzückte. Vereinsvorsitzender Werner Schroller lud anschließend alle Besucher noch zu einem kleinen „Ratsch“ mit den Musikern und anderen Gästen ein, um diesen Abend besinnlich und unterhaltsam ausklingen zu lassen. hko