Schonstett – Gut besucht war die Jahresversammlung der Schlossschützen. In seinem Jahresrückblick dankte Schützenmeister Martin Voggenauer allen Helfern und Spendern beim „Auffrischen“ der Weihnachtsmarkthütte – sie erhielt ein neues Dach und einen neuen Boden. Die Christbaumversteigerung war gut besucht und wird dieses Jahr auf Wunsch des Versteigerers auf Samstag vorverlegt.
Schriftführer Erich Böck ging anschließend nochmals auf die wichtigsten Veranstaltungen ein, darunter das Er- und Sie-Schießen, das Freundschaftsschießen in Griesstätt, das Kettenschießen, das Christbaumkugelschießen sowie das zweite Karabiner-Schießen in Unterwössen. Neben der Teilnahme an den kirchlichen Festtagen mit der Fahnenabordnung beteiligten sich die Schützen am Musikfest in Griesstätt, dem Gaujahrtag in Oberornau sowie dem Gründungsfest des SV Schonstett.
Ein umfangreiches Programm absolvierten die Böllerschützen so Schussmeister Konrad Hainzl. Die momentan 17 Böllerschützen und -schützinnen waren 14-mal aktiv – vom Hochzeitsschießen, der Eröffnung des Weihnachtsmarktes, dem Neujahrsschießen auf dem Irlinger Berg, dem Gauböllertreffen bis zu Geburtstagsschießen. Am Böllerkurs in Schonstett nahmen 21 Personen teil, „davon allein zehn von uns“, so Hainzl.
Umfangreich war wieder der Bericht von Sportleiter Georg Murner. Besonders erfolgreich nahm man am Gauschießen teil, Erich Böck gewann die Festscheibe (Preis war ein Luftgewehr), Martin Voggenauer wurde auf dder Königsscheibe dritter und in der Einzelwertung belegten er und sein Sohn Thomas sowie Johannes Seitz junior Stockerlplätze. Auch bei der Meisterscheibe waren diese Schützen ganz vorne dabei. Bei den Gaumeisterschaften belegten mit der Luftpistole die Jungschützen Benedikt Frank und Thomas Voggenauer jeweils den zweiten und Sandro Halfter den fünften Platz. Johannes Seitz junior holte bei den Herren ebenfalls die Vizemeisterschaft.
Deutscher Meister
mit der Luftpistole
Absoluter Höhepunkt war der deutsche Meistertitel von Johannes Seitz junior in der Disziplin LP Standard bei den Herren, nachdem er auch bereits bei der oberbayerischen und bayerischen Meisterschaft mit Klasseleistungen überzeugt hatte. Im Rundenwettkampf beteiligten sich vier Luftgewehr- und zwei Luftpistolenmannschaften.
Für die neue Saison müssen allerdings eine Luftgewehr- und eine Luftpistolenmannschaft aufgrund von Personalproblemen zurückgezogen werden. Zum Schluss seines Berichtes hatte Schorsch Murner noch eine Überraschung für die Mitglieder parat – er stiftete zwei Königsscheiben.
Der Kassenbericht von Harald Frank fiel negativ aus – die Mitgliedsbeiträge und sonstige Einnahmen deckten nicht die Ausgaben. Der Verein verfüge zwar über gesunde Rücklagen, trotzdem müssen zusätzliche Einnahmen kreiert werden. Dazu wurde in der Versammlung ein „Mix“ diskutiert: Suche nach Sponsoren, Veranstaltungen und eine Beitragsanhebung. Letztere wird nächstes Jahr auf jeden Fall kommen, da die Mitgliedsbeiträge nicht einmal die Abgaben an den BSSB und die Startgelder abdecken.
Ein leichtes Amt hatte anschließend Bürgermeister Josef Fink bei der turnusgemäßen Wahl. Schützenmeister bleibt Martin Voggenauer, er wird künftig von Johannes Seitz senior unterstützt. Josef Stocker stellte sich nicht mehr zur Wahl. In ihren Ämtern bestätigt wurden Kassenwart Harald Frank und seine Stellvertreterin Alexandra Hainzl, Schriftführer Erich Böck mit seinem Vertreter Thomas Holzer, Gerätewart Adolf Stadlhuber, Sportleiter Georg Murner und Damenleiterin Bianca Murner. Johannes Seitz junior übernimmt die Jugendleitung von Johannes Weidinger. Als Beisitzer wurden Mario Weiland, Thomas Ganslmaier, Andrea Angerer und Magdalena Seitz gewählt. Letztere wird sich der Homepage des Vereins und der Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Medien annehmen. Die Kasse wird weiter von Josef Schmidhuber und Rupert Liegl geprüft.
In seinem Schlusswort lobte Bürgermeister Josef Fink den Einsatz der Aktiven allgemein und in der Jugendarbeit sowie die sportlichen Erfolge. Besonders freue ihn das Auftreten der Böllerschützengruppe bei allen Brauchtumsveranstaltungen.