Motiviert in die nächste Runde

von Redaktion

Die Vogtareuther gehen ihre Dorferneuerung außerordentlich motiviert an. Bester Beweis: Für die Wahl der ehrenamtlichen Stellvertreter der Teilnehmergemeinschaft hatten sich viel mehr Kandidaten zur Verfügung gestellt, als letztendlich benötigt wurden.

Vogtareuth – Im Saal des Vogtareuther Feuerwehrhauses knisterte es vor Spannung, als Georg Liedl vom Amt für ländliche Entwicklung (AEL), nach längerer Auszählung die gewählten sechs Mitglieder und sechs Stellvertreter der Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung und Flurordnung (TG) Vogtareuth bekannt gab. Da sich für den zwölften und letzten Platz Stimmengleichheit mit dem 13. Bewerber ergeben hatte, musste noch eine Stichwahl durchgeführt werden.

Die Wahl hatte Vogtareuths Erster Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter geleitet, 21 Kandidaten hatten sich vorgestellt. Zu Vorständen der TG wurden gewählt: Hubert Seewald, Gerhard Rinser, Josef Liegl, Hans Mayerhofer, Manfred Gassner und Georg Hofstetter. Als Stellvertreter der TG wurden gewählt, Emmeran Sonnenholzer, Johannes Herzog, Wolfgang Neugebauer, Jörg Dom, Christine Gassner und Michael Rinser. Dazu kommen noch die vom Vogtareuther Gemeinderat gewählten Erster Bürgermeister Rudolf Leitmannberger und Zweiter Bürgermeister Johann Bauer. Die Amtszeit der Gewählten beträgt sechs Jahre.

Als Fachaufsicht des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberbayern wurden Diplom Ingenieur Peter Höcherl und als sein Stellvertreter Baurat Axel Brück bestimmt.

Eingeladen zu dieser Wahlversammlung hatte der Vogtareuther Arbeitskreis Info/Koordation. Zunächst hatte Bürgermeister Rudolf Leitmann die etwa 70 anwesenden Bürger begrüßt, besonders Pfarrer Guido Seidenberger und die Vertreter des Amtes für Ländliche Entwicklung. Leitmannstetter dankte Georg Liegl, der jahrelang die Anfänge der Dorfentwicklung Vogtareuth geleitet und auf die Wege gebracht hatte. Auch die Vertreter der Arbeitskreise, die sich sehr engagiert gezeigt hätten, erhielten Leitmannstetters Lob.

Georg Liedl freute sich: „Diese Vorstandswahl ist die dritte Veranstaltung der TG. Mit einer gewählten Vorstandschaft können nun weitere Schritte unternommen werden“. Das Gebiet umfasse 294 Hektar, es würden Baumaßnahmen durchgeführt und vielerlei Verbesserungen in der Struktur erledigt. Das Echo in der Bevölkerung sei sehr gut.

Axel Brück vom AEL erläuterte die ortsräumliche und grünordnerische Planung. Vorgesehen sind Maßnahmen in Vogtareuth und Zaisering, sowie den Nebenorten, wie Straßkirchen und Benning. Dazu kommen Erneuerung von Bauten, insbesondere von leer stehenden Bauernhöfen, ein Themenweg und der Ausbau von Wanderwegen. „Das Ziel ist eine Verbesserung der Struktur und der ökologischen Situation“, fasste Brück zusammen.

Gegengesteuert werden soll gegen die Strukturprobleme, die durch den Strukturwandel ausgelöst wurden, insbesondere in der Landwirtschaft, aber auch durch die steigende Mobilität und die dadurch entstandene Verlagerung von Arbeitsplätzen in zentrale Orte.

Im September 2013 fand für alle Vogtareuther Bürger die erste Informationsveranstaltung zur „Gemeindeentwicklung Vogtareuth“ statt. Jetzt soll ein Strategie- und Maßnahmenkonzept durchgeführt werden. Eine Besonderheit für den Bereich Vogtareuth stellt die Klinik Schön dar, die 1200 Arbeitsplätze in der Region anbietet. Unter dem Slogan „Lebensqualität durch Nähe“ sind bereits 2001 vier Arbeitskreise ins Leben gerufen worden: Ortsbild und Verkehr, Landwirtschaft und Umwelt, Handwerk und Gewerbe, Dorfgemeinschaft. Aktuell lautet der Leitgedanke, „Gemeindeentwicklung Vogtareuth, Heimat lebenswert gestalten“.

Die Gemeinde Vogtareuth mit ihren 3053 Einwohnern in den Hauptorten Vogtareuth und Zaisering, sowie 50 amtlich benannten Ortsteilen, soll noch mehr zusammenwachsen. Man will sich besinnen auf die Stärken der Gemeinde, die geprägt wird durch das schöne Umland, die Landwirtschaft, Moorgebiete und Biotope. Von großem Wert sind auch die teilweise auf Vogtareuther Gemeindegebiet liegenden Badeseen Hofstätter See und Rinser See.

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