Leserbrief zum Bericht „Man reicht der Gemeinde die Hand“ im Lokalteil:
In der Gemeinderatssitzung vom 18. September haben der Kreisbrandrat und der Feuerwehrkommandant die Wichtigkeit der Anschaffung einer Feuerwehrdrehleiter dargelegt und deutlich gemacht, dass es sich beim Brandschutz um eine Pflichtaufgabe der Gemeinde handelt. Beim Kauf dieser Drehleiter für 600000 Euro verbleibt nach Abzug der öffentlichen Fördergelder, für die Gemeinde ein Eigenanteil von circa 200000 Euro. Nach eingehender Diskussion kam Bürgermeister Peter Solnar zu dem Ergebnis, dass er dem Kauf aus finanziellen Gründen erst zustimmen kann, wenn der Feuerwehrkommandant ein schlüssiges Konzept vorlegt, dass durch die Anschaffung dieser Drehleiter bei künftigen weiteren Investitionen für die Feuerwehr Einsparungen bis zu 100000 Euro möglich werden.
Derselbe Bürgermeister hat am 11. September bei einer Informationsveranstaltung die Gemeinderatsmitglieder aufgefordert, endlich finanzielle Verantwortung zum Bau einer Sporthalle für 7,5 Millionen Euro zu zeigen, obwohl Einsparmöglichkeiten bis zu 2,5 Millionen Euro vorhanden sind. Der Bau dieser Sporthalle zählt aber nicht zu den Pflichtaufgaben, sondern zu den freiwilligen Leistungen der Gemeinde.
Bei mir als ausgebildetem Feuerwehrmann und langjährigem Mitglied einer freiwilligen Feuerwehr taucht die Frage auf: Ist der Bürgermeister mit seinen Aufgaben nicht überfordert?
Dieter Gut
Aschau