Doppelte Ehrung: Bezirkstagspräsident Josef Mederer (rechts) zeichnet Günter und Heidi Mrazek aus. Foto re
Heidi und Günter Mrazek aus Bad Endorf mit der Bezirksmedaille ausgezeichnet
Mit Herzblut Freude schenken
Bad Endorf – Große Ehre für das Ehepaar Heidi (53) und Günter Mrazek (56): Für ihr Engagement für die Gesellschaft sind die beiden Bad Endorfer jetzt durch den Bezirk Oberbayern mit der Bezirksmedaille ausgezeichnet worden. „Unbezahlbar ist das Herzblut, das beide in ihre Aufgaben für die Allgemeinheit gesteckt haben“, lobte Bezirkstagspräsident Josef Mederer das Wirken des Paares bei der Medaillenverleihung in der Bezirksverwaltung in München.
Vor allem der Fasching in Bad Endorf ist seit Jahrzehnten ohne das Ehepaar Mrazek kaum denkbar. Zunächst hatte Günter Mrazek in den 70er-Jahren Jugendrotkreuz eine ehrenamtliche Heimat gefunden, wobei er auch immer wieder bei Faschingsveranstaltungen zum Einsatz kam.
Dort scheint er letztlich auf den Faschingsgeschmack gekommen zu sein. So wurde er 1978 Fähnrich bei der Endorfer Faschingsgilde. Jahr für Jahr engagierte sich der Bad Endorfer mehr bei den Faschingsfreunden: Zunächst von 1979 bis 1987 im Elferrat, ehe er 1997 als Schatzmeister in den Vorstand aufrückte. Auch an den Darbietungen der Faschingsgilde in der närrischen Zeit beteiligte sich Mrazek als Tänzer von 1995 bis 2005. Letztlich übernahm der Faschingsfan ab 2005 bis 2017 als Vorsitzender sogar die Leitung des Vereins.
Stets an seiner Seite: Ehefrau Heidi, die sich nicht minder in der Faschingsgilde engagierte. Von 1981 bis 1983 Gardemitglied, stieg sie anschließend zum Gardeleutnant und Mitglied des Vorstands der Gilde auf. Ab 1990 trainierte sich wiederholt als Choreografin und Trainerin den Gardetanz sowie den Showtanz ein und stand 17 Jahre lang dem Faschingsprinzenpaar als Trainerin und Betreuerin zur Seite.
Ein Engagement, das laut Laudator Mederer nicht hoch genug einschätzt werden kann. „Sie schenken ihren Mitmenschen die Emotion, die unsere Gesellschaft besonders dringend braucht: Sie schenken Freude“, lobte der Bezirkstagspräsident das Ehepaar und brach eine Lanze für das Ehrenamt im Allgemeinen. Mederer: „Ohne das Ehrenamt würden Bereiche in unserer Gesellschaft veröden, wäre unser Zusammenleben ein anderes. Vereine könnten nicht mehr existieren, viele Menschen würden vereinsamen.“
Ehrung als
Bestätigung
Für das Ehepaar Mrazek ist das ehrenamtliche Engagement nach eigenen Angaben eine Selbstverständlichkeit. „Wir haben einfach große Freude daran, uns in der Faschingsgilde zu engagieren“, sagt die 53-Jährige. „Der Zusammenhalt ist einfach großartig.“ Die Auszeichnung empfindet Heidi Mrazek als Ehre: „Es ist einfach eine Bestätigung dafür, dass wir doch vieles richtig gemacht haben.“ re/mw