Den Römern auf der Spur

von Redaktion

Der Startschuss für den Aufbau der „Römerregion Chiemsee“ ist gefallen. Das Projekt haben die Gemeinden in Bernau im Rathaus auf den Weg gebracht.

Bernau – Die Federführung liegt in den Händen von Bernau. Elf Gemeinden haben sich mit dem Tourismusverband Chiemsee-Alpenland und weiteren Verantwortlichen im Bereich Tourismus, Heimatpflege und Kultur aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein zusammengeschlossen, um die Geschichte und Hinterlassenschaften der Römer sichtbar und erlebbar zu machen.

Bernaus Bürgermeister Philipp Bernhofer informierte, dass mit Professor Siegmar von Schnurbein ein fundierter Archäologe als Schirmherr gewonnen werden konnte. Von Schnurbein sei die Chiemsee-Region bestens bekannt, er sei vor seiner Pensionierung europaweit tätig gewesen und habe regelmäßigen Kontakt mit Carl Ostermayer in Seebruck gehalten, dem Ort, der mit dem Römermuseum die größte Präsentation von Funden und Informationen aus der Römerzeit bieten kann.

60 Prozent Förderungen erhalten die Gemeinden aus dem Programm „Leader“, das die Europäische Union für die Stärkung des ländlichen Raumes aufgelegt hat. „Jetzt sind die Gemeinden gefordert, ihre Themen auszuarbeiten und in ein großes Ganzes einzufügen, schließlich kann das noch ein Riesen-Projekt werden“, sagte Bürgermeister Bernhofer. Er lobte die Projekt-Managerin und Bernauer Historikerin Annette Marquard-Mois, die Archäologin Andrea Krammer und Bernaus Kulturreferentin Michaela Leidel für das bisherige Zusammenwirken.

Professor Siegmar von Schnurbein freute sich ebenfalls auf die bevorstehenden Aufgaben. Er sagte: „Das ist eine interessante Herausforderung, denn die Gegend um den Chiemsee war ab der Zeit von Christi Geburt für vier Jahrhunderte etwas Besonderes. Römische Technologie und Lebensart waren hier in großer Üppigkeit zu finden – und das wollen wir erforschen und zeigen.“

Gefallen fanden die von Projekt-Managerin Marquard-Mois vorgestellten Konzepte, das Logo und das Motto „2000 Jahre Lebensfreude“. Nähere Informationen gibt es demnächst auf der Seite www.roemerregion-chiemsee.de. Ehe die Gemeinde Bernau zu einem kleinen Stehempfang einlud, wurde noch angeregt, dass die Beteiligten der „Römerregion Chiemsee“ einmal gemeinsam eine Limes-Besuchsfahrt unternehmen.

Antragsteller für das Projekt der Leader-Gruppe Chiemgauer Seenplatte ist die Gemeinde Bernau, Kopperations- und Projekt-Partner sind die Gemeinden Aschau, Bergen, Bad Endorf, Breitbrunn, Chieming, Grabenstätt, Grassau, Pittenhart, Prien und Seeon-Seebruck aus den Leader-Gruppen Chiemgauer Alpen und Chiemgauer Seenplatte.

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