von Redaktion

300 Kilogramm schweren Blickfang aufgestellt und geweiht

Das Feldkreuz kehrt zurück

Aschau – Der Aschauer Ortsteil Hintergschwendt hat wieder ein Feldkreuz. Zu verdanken ist es in erster Linie Sepp Aiblinger: Er startete eine Initiative, um das bisherige in die Jahre gekommene Wegkreuz zu erneuern. Unterstützt wurde Aiblinger vom Frasdorfer Schreiner Rudolf Keil. Er fertigte das 300 Kilogramm schwere Kreuz aus Eichenholz an.

Keil hat sich ganz nach den alten Vorgaben gerichtet. Lediglich der Stamm wurde auf Vorschlag von Sepp Aiblinger verstärkt, damit er den oft starken Winden in Hintergschwendt noch lange standhalten kann.

Gußeiserner

Christus

Bereits ab 1880 hat es in Hintergschwendt ein großes Feldkreuz gegeben. Der damalige gußeiserne Christus-Körper wurde nunmehr vom Ehrenoberleutnant der Priener Gebirgsschützen Paul Panzer ehrenamtlich restauriert und bemalt.

Eine wieder am Kreuz angebrachte Tafel erinnert an die Revolution in Bayern, als im November 1918 drei Töchter von König Ludwig III. von Wildenwart aus auf der Flucht waren und bei Nacht und Nebel in Hintergschwendt für zehn Tage sicheres Quartier fanden. Sie kamen am 8. November um 21 Uhr an und bleiben dort bis 19. November, ehe der Rückweg nach Wildenwart erfolgte, weil dort das Königspaar eingetroffen war.

Beim Aufenthalt der Königs-Töchter hatte das Kreuz eine besondere Bedeutung. Prinzessin Wiltrud ließ im Nachgang zu ihrem Aufenthalt, den sie in einem Tagebuch festhielt, eine Tafel mit folgendem Text anbringen: „Siehst Du ein Kreuz, so bleibe stehen, um andachtsvoll hinaufzusehen. Trägst Du ein Kreuz, so halte still und füge Dich wie Gott es will. Und murre nicht und tu nicht klagen, Dein Heiland selbst wird helfen tragen“.

Prinzessin ließ

Tafel anbringen

Nun wurde das Feldkreuz bei schönstem Oktoberwetter im Beisein der Handwerker, der Grundstücksbesitzer-Familie Klaus Aiblinger sowie der Nachbarn durch den Aschauer Pfarrer Paul Janßen geweiht.

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