Die Friedensglocke.Fotos re
Friedensgottesdienst in Degerndorf – Alte Schiffsglocke aus dem Ersten Weltkrieg
Glocke als Hauptdarstellerin
Brannenburg – Dieser Tage fand in der Pfarrkirche Christkönig in Degerndorf ein Friedensgottesdienst des Pfarrverbandes Brannenburg-Flintsbach statt.
„Hauptdarstellerin“ des Gottesdienstes war die alte Schiffsglocke „SK-Göben 1916“ aus dem Nachlass von Hans Möller, der im Ersten Weltkrieg bei der Marine diente. Diese Glocke wird ab November Teil der Ausstellung des Bildungswerkes Rosenheim zum Thema „100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs – Frieden in Europa“ sein. Bis dahin wird sie als Friedensglocke im Landkreis unterwegs sein.
Die Gemeinde war eingeladen, sich die Frage zu stellen: Was bedeutet Frieden für mich? So legten auch Pfarrer Helmut Kraus und Gemeindereferentin Barbara Weidenthaler in Ihrer als Dialog gestalteten Predigt dar, dass Frieden viel mehr bedeute als die bloße Abwesenheit von Krieg, es sei Aufgabe eines jeden Einzelnen, auf den Frieden hinzuarbeiten und diesen zu sichern. Gerade in der heutigen Zeit, in der es leider viel zu viele Kriegs- und Krisengebiete gebe, sei es von großer Bedeutung, dass der Mensch eigenes Besitz- und Machtstreben ablege und Gott als liebende Autorität anerkenne, wie es bereits im Vaterunser als „Dein Wille geschehe“ formuliert sei. Erst dann sei wahrer Frieden für alle, aber auch für den Einzelnen möglich.
Der Gottesdienst wurde von den Pfadfindern mit Hilfe von verschiedenen Gegenständen und Symbolen wie der Friedensfahne sehr anschaulich gestaltet.
Die Degerndorfer Rhythmusgruppe umrahmte den Gottesdienst mit vielen neuen und mitreißenden Liedern.
Die Friedensglocke wird noch bis kommenden Samstag in der Degerndorfer Kirche präsent sein. Die Gemeinde ist eingeladen, die Glocke anzuschlagen und ihre Gedanken in beiliegendem Begleitbuch niederzuschreiben. Außerdem wird die Glocke auch in den Gottesdiensten am Samstag in Flintsbach und am Sonntag in Brannenburg zu sehen sein.re