Rückenschonend und kräftesparend: Hochbeete, wie in diesem Garten in Großkarolinenfeld, gelten als echte Alternative zum großen, arbeitsintensiven Nutzgarten.Foto re
Garteln auf kleinstem Raum erfreut sich großer Beliebtheit. Eine Anleitung zum Gärtnern mit Hoch- und Tischbeeten gab’s bei der Herbstversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Großkarolinenfeld.
Garteln auf kleinstem Raum
Großkarolinenfeld – Mit zahlreichen Tipps und Ratschlägen wartete die Gartenbäuerin Monika Pust aus Bad Aibling im vollbesetzten Pfarrsaal auf. Unter der Überschrift „Hoch- und Tischbeete clever gärtnern“ zeigte sie während ihres einstündigen Vortrags die Vorteile eines Hochbeets auf. So sei die Bearbeitung rückenschonend und kräftesparend. Man habe weder Ärger mit Unkraut noch Probleme mit Maulwurfgrillen. Zudem stelle das Hochbeet eine ideale Alternative zum großen, arbeitsintensiven Nutzgarten dar und garantiere außerdem frühe und überraschend üppige Ernten.
Anhand von Bildern stellte Pust die einzelnen Hochbeete vor und gab den rund 90 Zuhörern gleichzeitig eine Anleitung an die Hand, wie diese Beete aufzubauen seien. Besonders wichtig sei dabei die erste Befüllung, mit der im Herbst gestartet werden müsse. Es beginnt mit einer Schicht Erde, dann folgen Reisig und Laub. Darauf kommt zum Abdecken wieder Erde und Stallmist. Gepflanzt wird dann im Frühjahr.
Ohne mühseliges Bücken und Hinknien kommt man auch beim Tischbeet, einer Sonderform des Hochbeets, aus.
Wie groß das Interesse an dieser Art eines Gemüsegartens war, bewiesen die zahlreichen Fragen, die der Referentin aus den Reihen des Publikums gestellt wurden.
Das vergangene Vereinsjahr ließ die Vorsitzende Ursula Krichbaumer bei Versammlung Revue passieren, die unter dem Motto „Gart’ln mit Genuss und Freude bis ins hohe Alter“ stand. In ihrer Bilderschau erinnerte sie unter anderem an die gut besuchten Kräuter- und Weideflechtkurse, an den Töpfer- und den Schmiedekurs sowie an die diversen Ausflüge und an das Radifest. Wichtig sei für sie, den Kindern die Natur nahezubringen. Besonders freute sie daher, dass 83 Mädchen und Buben am Ferienprogramm teilgenommen hatten. Auf dem Programm stand der Besuch eines Bauernhofs, das Wildniscamp in Bad Feilnbach, das Suppenfest und das Papier schöpfen. Auch bei der Aktion „Saubere Landschaft“ seien die Kinder wieder fleißig dabei gewesen, so Krichbaumer.
Interessant sei außerdem alle Jahre der „Blick über den Zaun“, der diesmal zur Gartenbäuerin Gaby Höhensteiger in Zweckstätt führte.
„Schauen Sie sich um. In Großkarolinenfeld blüht es an allen Ecken“, betonte die Vorsitzende; ob am Bahnhof, rund um den Bienenlehrstand, am Friedhof oder im Gewerbegebiet, wo ganz in Blau die Wegwarte blühe. Besonders lobte sie auch die Blumenwiese am Platz mit dem Brunnen am Dahlienweg, die Bauhofchef Thomas Maierbacher angelegt hat.
Einblicke in die Frühjahrslehrfahrt nach Augsburg und die Herbstfahrt ins Schwäbische Barock gab Peter Zaißl.
Die Vorsitzende verwies zudem auf das Jahresprogramm 2019, das bereits in Arbeit sei und für das noch Wünsche bei der Vorstandschaft vorgebracht werden können. gr/pil