Zehn Jahre Seniorenwohnen „St. Anna“
Die Sonne läuft ums Haus
Rohrdorf/Thansau – „Lichtdurchflutete Räume und ein traumhafter Blick auf die Berge“ sind rein äußerlich die Merkmale, die dem Seniorenwohnen Haus St.Anna bereits während der Bauphase zugeschrieben wurden. Bei der Eröffnungsfeier am 14. November 2008 wurde es als „wegweisend für eine neue Generation von Seniorenheimen und als eine Begegnungsstätte für Alt und Jung“ bezeichnet. Zehn Jahre später bestätigen sich diese Aussagen. Für 84 Bewohner ist St. Anna mit seinen familiären Wohngruppen zum Zuhause geworden.
Auch für ihre Angehörigen, für eine Physiotherapie- und eine Psychotherapiepraxis, ein Friseurgeschäft, den örtlichen Schützenverein, Verbände und für über 80 Mitarbeiter ist das Haus ein zentraler Ort des Lebens und der Begegnung. Am Samstag, 3. November, lädt der gemeinnützige Trägerverein Katharinenheim ab 13.30 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Neben Hausführungen erwarten den Besucher vielfältige Informationen rund um das Thema Wohngruppen und individuell abgestimmte Versorgungsmöglichkeiten älterer Menschen.
Karin Stöhr leitet das Haus seit der ersten Stunde und freut sich besonders über die seit Jahren spürbar gute Atmosphäre: „Wir haben einen wunderbaren Mitarbeiterstamm, der wesentlich zu einer insgesamt positiven Stimmung beiträgt.“ Wie die Heimleitung betont, gehe es dabei gerade auch darum, dass Engpässe angesprochen und verarbeitet werden. Die flexible Haltung ermögliche positives Weiterdenken, ständige Fortentwicklung und führe schließlich zu Wohlbefinden auch bei den Bewohnern.
Karl-Heinz Schulze, seit 2012 Vorsitzender der Bewohnervertretung, bestätigt diesen Eindruck: „Als meine Tante vor acht Jahren wegen der Nähe zu unserer Familie ins Haus St.Anna zog, lösten sich ihre Vorurteile gegen eine stationäre Heimeinrichtung auf. Sie fühlt sich rund herum wohl und gut versorgt.“
Ein wesentlicher Wohlfühlfaktor für alle sei laut Karin Stöhr auch das tragfähige Netzwerk mit Mitgliedern der Gemeinde: „Es hat mich sehr fasziniert, wie gut und wie schnell sich Vereine, der Pfarrverband und auch einzelne Bürger bei uns eingebracht haben.“ Regelmäßige Gottesdienste und Seelsorge, Lesungen in der Vorweihnachtszeit, das Repair-Café, die Schafkopf- und Skatrunde sowie das traditionelle Maibaum-Aufstellen mit einem örtlichen Verein und Kunst-Ausstellungen zählen dazu.
Wie gut das ursprüngliche Konzept aufgeht, belegen die Eindrücke von Karl-Heinz Schulze in Bezug auf die architektonischen Vorzüge: „Durch die Lage läuft bei schönem Wetter das ganze Jahr und jeden Tag die Sonne um das Haus.“ In Verbindung mit den großzügigen Fenstern und dem Bergblick hebe das die Stimmung.
Für die Zukunft wünscht er sich weiter die offene und entgegenkommende Haltung von Leitung und Mitarbeitern, die maßgeblich Wohlbefinden und Heiterkeit fördern, denn: „Das hellste Zimmer nützt nichts, wenn die Gedanken düster sind.“re