Discounter, Mobilfunk, Neubaugebiete beschäftigen Ameranger

von Redaktion

Bürgerversammlungen: In allen Ortsteilen reger Diskussionsbedarf

In Evenhausen waren sich die Bürger einig, dass der Ort und seine Umgebung eine bessere Mobilfunkversorgung brauchen. Mit der Telekom soll nach Möglichkeit eine Einigung für eine Mastsendeanlage im Außenbereich möglichst nah am Waldrand erzielt werden.

Auch die Entwurfsplanung für die Neugestaltung der Ortsmitte wurde diskutiert. Die aktuelle Berechnung weist hierfür Gesamtkosten von etwa 3,64 Millionen Euro aus. Der Gemeindeanteil läge demnach bei 2,1 Millionen Euro. Matthias Görres, Mitglied der Vorstandschaft der Teilnehmergemeinschaft, wies darauf hin, dass insbesondere der Ansatz für die Beseitigung des schadstoffbelasteten Materials in der Chiemgaustraße den „Worst-Case“ darstelle. Er ging davon aus, dass die tatsächlichen Kosten geringer ausfallen werden. Das Vorhaben in der Dorferneuerungsmaßnahme sah er als einmalige Chance zur Aufwertung des Ortes zu wirtschaftlich vernünftigen Bedingungen. Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass der überwiegende Anteil der Maßnahme erforderlich sei.

Ein Bürger wies darauf hin, dass die auf der Bolzplatzfläche am Pfarrerlandweg vorgesehenen Spielanlagen (Hartplatz für Hockey/Basketball beziehungsweise Radbahn) die für Ballspiele zur Verfügung stehende Fläche übermäßig verkleinern.

Bei der Bürgerversammlung in Amerang war die Ansiedlung eines Discounters ein Thema. Voit erklärte, dass der Antrag vom Gemeinderat zurückgestellt wurde, bis für die umliegenden Flächen vom Vodermaiergarten bis zur geplanten Verbindungsstraße ein Gesamtkonzept vorläge.

Einige Bürger bemängelten die Parkplatzsituation im Ort. Als problematisch wurde der Bereich Vodermaierhof, Bahnhofstraße, Freiberger Platz und Forellenweg gesehen. Es wurde vorgeschlagen, die rückwärtigen Flächen des ehemaligen Rechl-Anwesens zumindest temporär als Parkflächen zur Verfügung zu stellen. Voit erklärte, dass die Gemeinde mit der Kirchenverwaltung derzeit zusätzliche Parkmöglichkeiten am Schützenhaus prüfe. Bei künftigen Vorhaben solle verstärkt auf die Stellplatzsituation geachtet werden.

Ein Bürger monierte die umfangreichen Leitplanken an der Gemeindeverbindungsstraße nach Untersur, die zu einer Verschlechterung der Verkehrssicherheit, insbesondere für Fußgänger führten. Voit gab zu bedenken, dass die Straße mit Mitteln aus dem Finanzausgleichsgesetz gefördert werde und daher die Vorgaben – unter anderem Leitplanken – eingehalten werden müssten.

Die Diskussion in Kirchensur drehte sich hauptsächlich um das geplante Baugebiet an der Reiterbergerstraße. Im Vorfeld zur Bürgerversammlung hatte eine Anliegerversammlung stattgefunden. Bartholomäus Pfisterer informierte über das Ergebnis. Demnach wurde das geplante Wohngebiet an sich nicht beanstandet. Allerdings wurde die angedachte Verkehrserschließung als unzureichend empfunden. Besonders die Engstelle am Übergang der Reiterbergerstraße in die Bachstraße sei unübersichtlich und berge bei steigendem Verkehrsaufkommen Gefahren. Die Anlieger schlugen vor, das Baugebiet über eine Zufahrt an der Bundesstraße 304 außerhalb des Ortsbereichs zu erschließen. Die hierfür benötigten Grundstücke würden die Eigentümer zur Verfügung stellen.

Bürgermeister Voit erklärte, dass die Prüfung einer unmittelbaren Erschließung an die B304 abgeschlossen sei. Nach den Stellungnahmen des Straßenbauamtes und der Unteren Naturschutzbehörde könne dem Vorhaben nicht zugestimmt werden. Er schlug ein erneutes Gespräch mit den Behörden und einem Anliegervertreter vor. Derzeit erstelle das beauftragte Ingenieurbüro eine Planung. Die weiteren Planungsergebnisse sollen nach Behandlung im Gemeinderat in einer Bürgerversammlung vorgestellt werden.

Eine Bürgerin bemängelte den aus ihrer Sicht unsicheren Schulweg in Stephanskirchen zur Bushaltstelle Abzweigung Mais. Kämmerer Anton Görgmayr erläuterte, dass dazu mehrere Gespräche stattfanden und diese Lösung im Konsens entwickelt wurde. Ein Gespräch mit dem Schulbusfahrer soll erfolgen. ca

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