Über viele Jahre hinweg hatte sich Hans Doll nicht nur in der Kommunalpolitik, sondern auch in zahlreichen Vereinen engagiert.
Mit Hans Doll der am 23. Oktober im Alter von 83 Jahren verstorben ist, hat Bad Endorf eine verdiente und angesehene Persönlichkeit verloren. Gestern wurde er unter großer Anteilnahme beigesetzt.
Abschied von Johann Doll
Bad Endorf – Johann Doll wurde am 4. August 1935 in Finsterleiten (Gemeinde Rimsting) geboren. Wie sein Vater arbeitete er bei der Bundesbahn. Er war zwölf Jahre Personalratsvorsitzender, im Betriebsdienst tätig, Lehrer für Nachrichtentechnik, Grundverwaltung und Niederlassungsleiter.
Für Hans Doll war neben dem Job die Kommunalpolitik und sein Wirken im sozialen Bereich immer wichtig. Sein kommunalpolitisches Engagement führte ihn zur Überparteilichen Wählergemeinschaft (ÜWG) deren stellvertretender Kreisvorsitzender und ehrenamtlicher Geschäftsführer er viele Jahre war.
Von 1990 bis 2002 war er Mitglied des Marktgemeinderates Bad Endorf und in den Personal- Rechnungsprüfungs- Grundstücks- und Bauausschuss berufen. Ab 1996 bis 2002 Dritter Bürgermeister des Marktes Bad Endorf, wurde in den Kreistag Rosenheim als Kreisrat gewählt und dort in den Sozialhilfeausschuss berufen.
Aus Altersgründen kandidierte er 2002 nicht mehr. Weitere Ehrenämter waren Verbandsrat beim Abwasserzweckverband Simssee, ehrenamtlicher Richter am Landgericht Traunstein. Stellvertretender Vorsitzender und Arbeitskreissprecher der Lokalen Aktionsgruppe „Chiemgauer-Seenplatte“, im Rahmen der EU-Initiative Leader+. Auch gehörte er vier Jahre dem Pfarrgemeinderat der kath. Pfarrei St. Jakobus, Bad Endorf an.
Hans Doll war es auch, der nach langer Vorarbeit die Gebirgsschützenkompanie Endorf/Chiemgau die Wiedergründung der Kompanie im Jahre 1980 bewirkte. Er lieferte mit umfangreicher Forschungsarbeit den Nachweis für die Existenz der Endorfer Gebirgsschützen als Verteidiger der Heimat schon in geschichtlicher Zeit. Bei der Wiedergründung wurde er zum Hauptmann gewählt. Dreißig Jahre führte er erfolgreich die Kompanie mit vollem Einsatz. Viele Ehrungen und Auszeichnungen zeugen von der Beliebtheit des Ehrenhauptmanns.
Aufgrund seiner außerordentlichen Verdienste im Ehrenamt erhielt Hans Doll die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und die Bürgermedaille der Markt Gemeinde Bad Endorf.
Hans Doll konnte im vergangen Jahr mit seiner Frau Maria, der Familie seines Sohnes und dem Enkel das seltene Fest der diamantenen Hochzeit feiern.
Der Trauergottesdienst für den Verstorbenen fand in der Pfarrkirche Bad Endorf statt. Den Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Kaplan Stefan Leitenbacher.
Bürgermeisterin Doris Laban würdigt in ihrer Trauerrede das große Engagement des Verstorbenen. „Das Leben von Johann Doll war geprägt von großem ehrenamtlichem Engagement und seinem Wirken für den Zusammenhalt und das friedvolle Zusammenleben innerhalb unserer Marktgemeinde. Er bleibt als leuchtendes Beispiel für tatkräftiges ehrenamtliches Engagement und sein aktives kommunalpolitisches Wirken bleibt tief in unserer Erinnerung verwurzelt. so die Bürgermeisterin. „Wir danken Johann Doll für sein herausragendes Wirken in unserer Marktgemeinde Bad Endorf und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.“
Für die Endorfer Vereine und Institutionen sprach Hardi Wimmer Vorstand der Sterbekasse Rauchclub Endorf gedenkende Worte. Hauptmann der Gebirgsschützenkompanie Endorf Josef Entfellner würdigte besonders das große Engagement für die Gebirgsschützenkompanie. „Wir werden die Leistungen von Hans Doll immer in Erinnerung behalten. Das gemeinsam Erlebte bleibt in unseren Herzen. Die Kompanie wird Dein Erbe in deinem Sinne weiterführen.“
Des Weiteren gedachten der stellvertretende Landrat Dieter Kannengießer und für den Eisenbahnverein Peter Dagg dem Verstorbenen.
Anschließend erfolgte die Beisetzung unter großer Anteilnahme von Familie, Freunden, Weggefährten, Vereinskameraden, Vertretern der Marktgemeinde und Fahnenabordnungen der Vereine auf dem Bad Endorfer Friedhof. Sie alle erwiesen Johann Doll die letzte Ehre.