Raubling – Unter großer Anteilnahme wurde jetzt in Großholzhausen bei Raubling Helene Hampel, die im Alter von 88 Jahren verstorben war, zu Grabe getragen.
Geboren und aufgewachsen war sie mit vier Schwestern in Altenmarkt bei Neubeuern. Als sie sechs Jahre alt war verstarb der Vater. Nach der Schulzeit arbeitete sie als Magd in Pinswang und Samerberg und war im Schloss Neubeuern bedienstet. 1955 brachte sie Sohn Franz zur Welt und vertraute ihn schweren Herzens ihrer kinderlosen Schwester an. Es folgten Jahre, in denen sie als Sennerin auf der Gundelsberger Alm beschäftigt war.
Im April 1961 heiratete sie Helmut Hampel und das Paar zog nach Rosenheim. Sohn Helmut und Tochter Helene wurden geboren. 1967 bauten die Eheleute in Großholzhausen ihr Haus und die Familie vergrößerte sich mit den Söhnen Reinhard und Harry. Ihre Kinder schenkten ihr zu ihrer größten Freude elf Enkel und zwei Urenkel. Die Familie war ihr Lebensmittelpunkt, sie freute sich über jeden Besuch. Hampel engagierte sich zudem immer in der Dorfgemeinschaft. Ihre große Verbundenheit zu Heimat und Tracht zeigte sich in den Mitgliedschaften bei den Vereinen. So gehörte sie 50 Jahre dem Trachtenverein Großholzhausen und 70 Jahre dem Trachtenverein Altenbeuern an.
Zu ihren Leidenschaften zählten Reisen und Ausflüge und ihr stets liebevoll gepflegter Garten. Sie war eine gläubige Frau und für ihr geselliges Wesen und ihren trockenen Humor bekannt.
Humorvoll trotz
Leidenszeit
Diesen Humor bewahrte sich bis zuletzt, trotz ihrer Leidenszeit. Sie musste fünf Hüftoperationen und weitere Klinikaufenthalte über sich ergehen lassen. Sie erlitt mehrere Schlaganfälle und einen Halswirbelbruch und musste bis zum Lebensende große Schmerzen ertragen. Die Pflege und Zuwendung ihrer großen Familie half, diese Last zu tragen.
Nach dem Gottesdienst formierte sich unter Vorantritt der Musikkapelle ein langer Trauerzug vom Leichenhaus zum Familiengrab. Drei Söhne und der Schwiegersohn trugen den Sarg.koa