Großholzhausen – Zu einer großen Trauerfeier wurde das Begräbnis von Walter Schindler aus Raubling, der im Alter von 82 Jahren verstorben war. Die kirchliche Feier leitete Diakon Bernhard Kinne und der Kirchenchor unter Leitung von Stephan Heinke gestaltete diese feierlich.
Walter Schindler wurde 1935 in Troppau, dem damaligen Sudentenland, geboren. Dort wuchs er mit seinen vier Geschwistern auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam die Familie 1946 nach Großholzhausen. Ein großer Schicksalsschlag für die Familie war der frühe Tod der Mutter im Jahr 1952, die bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen war.
Walter Schindler lernte seine Frau Marlies kennen und die beiden heirateten 1959. Tochter Christine war ihr ganzes Glück. Mit nur 42 Jahren hatte er einen Herzinfarkt und viele Operationen folgten. Walter Schindlers Beruf war Bau- und Kunstschlosser. In der ehemaligen PWA hat er als Vorarbeiter in der Hackerei gearbeitet, bis er in Frührente gehen musste. Seine Hobbys waren Gartenarbeit, Formel 1 und Fußball. An seiner Modelleisenbahn konnte er stundenlang basteln.
Den Posten als Vorsitzenden des Veteranen- und Reservistenvereins Raubling musste der Verstorbene aufgrund seiner Erkrankung aufgeben, nicht aber die Mitgliedschaft. Walter Schindler war ein freundlicher, aufgeschlossener und beliebter Mitbürger in der „Siedlung“ in Raubling. Die Fahnenabordnung des Veteranen- und Reservistenvereins ehrte Walter Schindler mit der Teilnahme an der kirchlichen Feier und Grab.koa