Zum Bericht „Artenvielfalt erhalten“ im Lokalteil:
Sehr ehrgeizig, was die künftige Modell-Gemeinde Stephanskirchen mit ihrem Projekt „Marktplatz der biologischen Vielfalt“ an den Tag legt. Da ist inhaltlich von Artenreichtum die Rede, Unterstützung der ökologischen Verbesserung sowie Arten- und Lebensraumschutz. Auch die Bienen kommen nicht zu kurz und sollen ihre Blühstreifen genießen.
Ziel dieser Maßnahme soll sein, bleibend und dauerhaft die Lebensgrundlage der Artenvielfalt zu schützen und nicht aktiv zu bekämpfen. Sehr lobens- und wünschenswert. So weit – so gut.
Nun wird aber diese sinnlos unnütze Kraglinger Spange mit ihren fadenscheinigen Argumenten samt der Bodenversiegelung gebaut, welches einen massiven Eingriff in die Natur bedeutet und eben genau dieses Biodiversitätsprojekt ad absurdum führt. Schon wieder vergessen? Außerdem sei die Frage erlaubt: Warum wurden diese Überlegungen nicht vorher eingebracht oder musste das vom Landtagsabgeordneten generös überlassene Budget auf Biegen und Brechen verschwendet werden?
Im Zuge dieser Arbeiten werden lebens- und schützenswerte Pflanzen und Tiere vernichtet. Entspricht das den Vorstellungen der Nachhaltigkeit dieses Projektes? Ob sich das verantwortliche Gremium dazu Gedanken gemacht hat?
Wohl kaum, sonst hätte man unter diesen Voraussetzungen einen geeigneteren Bewerber gefunden. Außerdem stehen die Planungen zur BBT-Zulaufstrecke an. Bekannt seit mindestens 20 Jahren. Jetzt, urplötzlich – großer Aktionismus mit viel rausgeschmissenem Geld. Oder soll der „Marktplatz der biologischen Vielfalt“ den jeweiligen Weiterbau stoppen? Das wäre dann allerdings ein cleverer Schachzug – erhebliche Zweifel sind angebracht.
Rudi Seifert
Stephanskirchen