Bad Aibling/Aschau – Hans Rucker aus Aschau ist neuer Gauhauptmann und Bataillonskommandant des Gebirgsschützenbataillons Inn-Chiemgau. Der bisherige Schatzmeister des Bataillons folgt auf Fritz Kelzenberg, der nach sechsjähriger Tätigkeit an vorderster Front des Bataillons auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte.
Als gleichberechtigte Stellvertreter wurden bei der Herbstversammlung des Bataillons im Gasthaus Kriechbaumer in Mietraching Manfred Ortner (GSK Aibling) und Günter Hochhäuser (GSK Neubeuern) bestätigt. Die Bataillonsführung komplettieren Sepp Kirner (GSK Prien) als Schützenmeister sowie Uwe Hecht (GSK Aibling) als Schriftführer. Die Bataillons-Standarte trägt wie bisher Peter Sattelberger (GSK Samerberg).
Einstimmig folgte die Versammlung dem Vorschlag, dass Brigitte Meier von der GSK Wössen-Achental bis auf Weiteres als Verbindungs-Marketenderin im Bataillons-Ausschuss vertreten ist.
Vor den Neuwahlen hatte der noch amtierende Gauhauptmann Fritz Kelzenberg einen Rückblick auf die Aktivitäten des Bataillons seit der Frühjahrsversammlung gegeben. Seine Ausführungen belegten, dass in den 17 Kompanien des Bataillons ein reges Schützenleben herrscht.
Neben dem von der GSK Aschau durchgeführten Bataillonsfest erwähnte er besonders die Schießveranstaltungen wie das von der GSK Rosenheim ausgerichtete Bataillons-Schießen, bei dem Stefan Damjanowitsch die Königswürde errang sowie den Wettbewerb der Marketenderinnen auf der Anlage der Priener Kompanie, den Rosi Schallinger für sich entschied.
Ausrückungen zum Patronatstag in Bichl sowie zum Alpenregionstreffen waren im Bataillon Inn-Chiemgau ebenso selbstverständlich wie die Begleitung verstorbener Schützenkameraden auf deren letztem Weg.
Mit dem Ausblick auf die in 2018 noch anstehenden Termine sowie Informationen zu Veranstaltungen, die in 2019 und 2020 bereits bekannt sind, schloss Kelzenberg seine Ausführungen.
Informationen gab es noch zum Thema „Frauen bei den Gebirgsschützen“. Den Kompanien wurde die unmissverständliche Haltung der Bundesleitung weitergegeben, wonach Frauen in den Kompanien zwar sehr willkommen sind und auch Ämter bekleiden dürfen, diese jedoch keinen Rang haben können. Dies liege in der mehr als 500-jährigen Geschichte der Gebirgsschützen und deren Statuten begründet, die von allen Kompanien anerkannt werden müssen.
Schützenmeister Sepp Kirner dankte jenen Kompanien, die im abgelaufenen Jahr für die Durchführung der Bataillons-internen Schießveranstaltungen verantwortlich waren. Kirner freute sich auch über die zahlenmäßig starke Teilnahme der Kameraden aus dem Bataillon am Bundesschießen. Hier gewannen die Senioren der GSK Neubeuern die Mannschaftswertung in ihrer Schützenklasse.
Bad Aiblings Bürgermeister Felix Schwaller, der eingangs der Versammlung kurz die Stadt und deren Geschichte vorgestellt hatte, bezeichnete die Aiblinger Kompanie als unverzichtbaren Bestandteil der Stadt, die dort in den Jahren seit der Wiedergründung Spuren hinterlassen habe.
Auf Vorschlag des neu gewählten Gauhauptmanns wurde dessen Vorgänger Fritz Kelzenberg von der Versammlung zum Ehren-Gauhauptmann ernannt. Kelzenberg, zugleich Hauptmann der GSK Audorf, war nicht nur sechs Jahre Gauhauptmann, er übte zuvor 18 Jahre das Amt des Gauhauptmann-Stellvertreters aus. Bundesschatzmeister Günter Reichelt überbrachte die Grüße des Landeshauptmanns und ging unter anderem auf die Verteilung des Bundeszuschusses sowie auf die Abrechnung der Kosten für die Tiroler Schützenzeitung ein.