Chance für Obinger Gewerbebetriebe

von Redaktion

Erste Schritte für ein neues Gewerbegebiet an der Kienberger Straße im Gemeinderat

Obing – Die Weichen für ein neues Gewerbegebiet stellte jetzt der Gemeinderat Obing. Für ein etwa sechs Hektar großes Areal zwischen Kienberger- und Honauer Straße ist eine entsprechende Flächennutzungsplanänderung vorgesehen. Dem Beschluss zur Beauftragung eines Planungsbüros mit der Erstellung der Entwurfsunterlagen ging eine intensive Diskussion der Richtlinien voraus, die der Gemeinderat in der Bauleitplanung für das Gewerbegebiet verankern will.

Bürgermeister Sepp Huber betonte, das neue Gewerbegebiet solle hauptsächlich für Handwerksbetriebe und kleines produzierendes Gewerbe zur Verfügung stehen, in erster Linie für Obinger Betriebe, die sich vergrößern wollen. Steuern könne das der Gemeinderat durch seine Entscheidungen zur Grundstücksvergabe, aber auch mit den Vorgaben zur Gebäudegröße.

Nach Meinung von Gemeinderat Thomas Breu sollte man sich allerdings nicht auf einheimische Betriebe beschränken, bedeutsamer sei, dass sich Betriebe ansiedelten, die viele Arbeitsplätze schaffen. Korbinian Stettwieser war es wichtig, dass die einzelnen Parzellen des Gewerbegebietes nicht zu groß geschnitten werden, damit möglichst viele Bewerber zum Zuge kommen können. Zur Vermeidung von Riesenparkflächen und zur Einschränkung des Flächenverbrauchs sollten Tiefgaragen zur Vorgabe gemacht werden.

Einzelhandel

ausgeschlossen

Einig waren sich die Gemeinderäte, dass sie die Ansiedelung von Einzelhandelsbetrieben in diesem Gebiet auf jeden Fall ausschließen wollen, um die gute Infrastruktur mit kleinen Geschäften im Ortsinnern zu erhalten.

Unterschiedlich betrachtet wurde dagegen die Frage, ob Platz für eine Tankstelle in dem Gewerbeareal in der Nähe der Ortsumfahrung vorzusehen sei. Bürgermeister Sepp Huber wollte zunächst abwarten, wie sich die bestehende Tankstelle innerorts entwickle, Gemeinderat Simon Voit wollte zumindest einen Platz für eine Tankstelle im neuen Gewerbegebiet reserviert haben.

Armin G. Plank warnte vor den Folgen der Ansiedelung einer Tankstelle an der Umgehungsstraße. „Unsere Tankstelle vor Ort versorgt ein großes Einzugsgebiet mit den umliegenden Gemeinden, ist allgemeiner Treffpunkt und belebt den Ort“, so seine Einschätzung. Bei einer Tankstelle außerhalb werde, wie heute üblich, ein Laden angeschlossen und zumindest ein Imbiss. Das sei nicht nur für die innerörtliche Tankstelle schädlich, sondern generell für Handel und Gastronomie im Ortszentrum.

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