Amerang – In einem ersten Schritt hat der Gemeinderat Amerang über den Vorentwurf für den Bebauungsplan „Wohngebiet Kammer“ beraten. Angedacht ist hier die Bebauung mit Einzel- und Mehrfamilienhäusern. Hauptthema war dabei, ob die Erschließung der bestehenden Ortsverbindungsstraße von Amerang nach Kirchsur im Bereich Kammer in den Bebauungsplan berücksichtigt werden soll. Dazu hatte das Planungsbüro drei Varianten ausgearbeitet.
Unstrittig war, dass ein Straßenausbau unabhängig vom Baugebiet erforderlich ist. Eine Neuerschließung des Bereichs, bei dem die bestehende Ortsverbindungsstraße unberührt bliebe, bedeutet laut Planer, einen geringeren Planungsaufwand und Erschließungskosten. Zudem sei die Maßnahme förderfähig.
Als Nachteile wurden der Lärm durch die Straße, die dann ohne Tempobegrenzung an der Bebauung vorbei führe und Mindestabstandsregelungen, die möglichen Bauflächen einschränkten, angesehen. Diese Variante schloss der Rat folglich aus.
Weitere Variante durchgefallen
Eine weitere Variante, die vorsah die Straße mit einem Verkehrsaufkommen von etwa 1100 Fahrzeugen pro Tag – davon etwa 75 Lkw – ab dem Gewerbegebiet Grünhofer Feld in den Bebauungsplan einzubeziehen, schied aus, weil hohe Erschließungsbeiträge anfielen.
Der Rat befürwortete stattdessen, einen Ausbau nur im Geltungsbereich des Bebauungsplans mit einem Anschluss des Geh- und Radwegs. Damit würden nur die Bauwerber zu Erschließungsbeiträgen herangezogen und eine optimale Ausnutzung der verfügbaren Bauflächen sei möglich.
Um Anreize für den Schwerlastverkehr zu vermeiden, soll die Straße in der bisherigen Straßenbreite von etwa 4,50 Metern mit Ausweichstellen, Verkehrsinsel und Kurvenverlauf vorrangig für den Zielverkehr erstellt werden. Eine Bebauung links und rechts des Straßenverlaufs soll durch den damit verbundenen Ortscharakter zusätzlich für eine natürliche Temporeduzierung sorgen. ca