Bläserkreis auf den Spuren der Kelten

von Redaktion

Begegnungsreise nach Dublin prägt traditionelles Herbstkonzert in Halfing

Halfing – Die Spur der Kelten von Bayern nach Irland zog sich in beeindruckender und ausdrucksstarker Weise durch das traditionelle Herbstkonzert des Halfinger Bläserkreises. Inspiriert von einer konzertanten Begegnungsreise nach Dublin war das Programm zusammengestellt worden. Unter der Leitung von Matthias Linke begann die musikalische Reise nach Irland zunächst in Frankreich.

Orpheus in der Unterwelt, von Jacques Offenbach mit Anna Lena Winkler als Solistin auf der Klarinette, und der temperamentvolle Cancan versetzten die Zuhörer in der Heinrich-Beslmeisl-Halle von Beginn an in eine aufgeregte Spannung. Sprecher Bert Lindauer, der mit heiteren bis launigen Erzählungen durch das Programm führte, kündigte mit „Gather the Gaels“ von Bendan Breslin ein Musikstück auf den Spuren des gälischen Volkes an. Bei einem Workshop während des Irlandaufenthaltes des Bläserkreises wurde dieses Stück vom Leiter des irischen Nationalorchesters den Halfinger Musikern zur Verfügung gestellt.

Von Irland zurück nach Wien wurde die Mehrzweckhalle von den Klängen des Kaiserwalzers erfüllt. Einer der wohl bekanntesten Titel von Andrew Lloyd Webber, „Don’t cry for me Argentina“, brachte Bert Lindauer mit bekannten und unbekannten Informationen über Argentiniens Ikone Evita Péron den Zuhörern nahe, bevor das Jugendorchester mit drei Stücken den Erfolg seiner Probenarbeit unter Beweis stellte.

Der Lohn des Musikers ist bekanntlich der Applaus, aber eine sichtbare Auszeichnung mit Urkunde und Abzeichen beweist auch nach außen den Erfolg, den ausdauerndes Proben, Üben und die Teilnahme an Musikstunden und Auftritten haben. Jan Alexander Beyer hatte sich einer Prüfung vor dem Musikbund Ober- und Niederbayern auf dem Waldhorn unterzogen und mit gutem Erfolg bestanden. Regina Braun, Zweite Bürgermeisterin der Gemeinde Halfing, überreichte ihm Urkunde und Abzeichen und bedankte sich bei der Vorsitzenden des Bläserkreises, Barbara Egger, für die erfolgreiche Jugendarbeit, die im Halfinger Bläserkreis seit vielen Jahren geleistet wird.

Nach der Pause mit Schmankerln, zubereitet vom Bläserkreis und serviert von Mitarbeiterinnen des Kinder- und Familienzentrums Halfing, hatte Josef Traxl auf der Solo-Posaune mit dem Stück „Der Charmeur“ von Josef Edelmann, einen fulminanten Auftritt. Mit dem Bozener Bergsteigermarsch, dem „Gamsbart Boarischen“, den „Zwei Tränen“ und den „Spritzigen Klarinetten“ ertönten wohl bekannte heimatliche Klänge, bevor das Flötensolo von Magdalena Prankl und Miriam Gottschall in dem Stück „Celtic Flutes“ eine Schlusshommage an die keltische Musik einleitete.

Mit dem Stück „Moment For Morricone“, ein Potpourri aus Melodien von Ennio Morricone, der über 500 Filmmusiken komponierte, und am Konzerttag des Bläserkreises seinen 90. Geburtstag feierte, ging das Herbstkonzert zu Ende. Das Publikum belohnte die Musiker mit viel Applaus und Bert Lindauer stellte abschließend fest: Ein Leben ohne Musik ist möglich, aber sinnlos.re

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