Großholzhausen – Viele Verwandte, Freunde, Bekannte und Nachbarn waren in der Pfarrkirche St. Georg in Großholzhausen zusammengekommen, um Abschied von Benno Gschwendtberger zu nehmen, der im Alter von 79 Jahren verstorben war. Pfarrer Adam Dominik Bartsch zelebrierte den Seelengottesdienst und der Kirchenchor gestaltete diesen feierlich.
In der Predigt gab der Geistliche einen Rückblick auf das Leben des Verstorbenen. Benno Gschwendtberger wurde als fünftes von sechs Kindern der Bachschneidereheleute in Großholzhausen geboren und wuchs hier auf. Nach der Schulzeit machte er eine Lehre bei der Firma Beilhack als Former und übte diesen Beruf aus.
Mit großer Leidenschaft spielte er als junger Mann Fußball beim ASV Großholzhausen und war im Theater engagiert. Zusammen mit seinem Bruder Georg baute er mit großem Einsatz und Fleiß ein Doppelhaus neben dem elterlichen Anwesen. Im Jahre 1970 heiratete er seine Frau Gerda. Mit ihr und Sohn Gerhard machte er Reisen und besonders die Strände der Adria und Südtirol waren die bevorzugten Ziele der Familie.
Benno Gschwendtberger war ein ruhiger und bescheidener Mensch und im Dorf beliebt. Als 1990 die Tennisabteilung des ASV Großholzhausen eröffnet wurde, entdeckte er die Begeisterung für diesen Sport. Ein Herzinfarkt zwang ihn, seine sportlichen Aktivitäten einzuschränken.
Seinen Enkelkindern Simon und Sophie widmete er viel Zeit und er genoss das Zusammensein mit ihnen. Leider erkrankte seine Frau vor ein paar Jahren an Demenz. So lange es möglich war, pflegte er sie daheim. Von einem Unfall im letzten Jahr konnte er sich, trotz Unterstützung und Zuwendung der Familie, nicht mehr erholen.
Unter Vorantritt der Musikkapelle Großholzhausen formierte sich ein langer Trauerzug zum Familiengrab auf dem Friedhof in Kirchdorf. Am offenen Grab senkten sich die Fahnen der Feuerwehr und des ASV Großholzhausen zu einem letzten Gruß.koa