Halfing – Der Haushaltsplan 2019 der Arbeiterwohlfahrt für den gemeindlichen Kindergarten lag dem Halfinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zur Zustimmung vor. Er sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 945140 Euro vor. Laut Mitteilung durch den Betreiber wurde eine „defensive“ Haushaltsplanung zugrunde gelegt, auch hinsichtlich der rückläufigen Belegungszahlen von 96 gegenüber 107 vom Vorjahr.
Wunsch nach
einer Fahrstraße
Größte Ausgabenposten sind die Lohnkosten in Höhe von 715000 Euro, die Verwaltungskostenumlage mit 70000 Euro und Reinigungskosten mit 42000 Euro. Im Bereich Garten möchte die AWO eine Fahrstraße für die Kinder anlegen sowie mit den Eltern die vorhandene Wasserschnecke neu gestalten. Für die Ersatz- und Neubeschaffungen wurden 800 Euro für Integrationsmaterial – der Betrag wird anschließend über den Bezirk refinanziert –, 1000 Euro für Kleinteile, 1300 Euro für Hortmöbel, 1400 Euro für Spielgeräte und 200 Euro für Elektrogeräte in den Haushalt eingestellt.
Bei den Reparatur- und Instandhaltungskosten wurden für die Grundausstattung des Hausmeisters 1600 Euro für Werkzeuge und Gartengeräte veranschlagt.
Auf der Einnahmenseite stehen 607000 Euro kindbezogene Förderungen (Zuschüsse Landratsamt und Gemeinde), Pflegeersatz für Integration mit 56000 Euro, Elternbeiträge von 107000 Euro, Essensgeld 62000 Euro und Spielgeld 4950 Euro.
Der Defizitausgleich für die Gemeinde ist mit 108205 Euro angesetzt. Gemeinderatsmitglied Sepp Stettner kritisierte diesen hohen Ansatz: Inzwischen leite die AWO den Kindergarten schon einige Jahre, da müssten die voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben doch bekannt sein und der Ansatz näher am tatsächlichen Ergebnis liegen. Bürgermeister Peter Böck erwiderte, er habe lieber einen höheren Ansatz und ein niedriges Ist-Ergebnis als umgekehrt. Die Verabschiedung des Haushaltsplanes erfolgte dann doch ohne Gegenstimme. Martin Voggenauer