Neue Tankanlage

von Redaktion

Der Gemeinderat in Amerang hat die Errichtung einer Tankanlage beschlossen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 94600 Euro.

Amerang – Im Rahmen der Aufstellung des Haushaltsplans 2018 waren Ausgaben für den Fällmitteltank mit 31000 Euro plus der nicht definierten Kosten für das Fundament bereits thematisiert worden. Es bestand Handlungsbedarf, die Kläranlage sollte mit einem Tankbehälter mit einem Volumen von 10000 Litern zur ordnungsgemäßen Lagerung des für die Elimination des im Abwasser enthaltenen Phosphors erforderlichen Fällmittels ausgestattet werden.

Zwischenzeitlich hat das mit der Planung und Umsetzung beauftragte Ingenieurbüro als Entscheidungshilfe zwei Lösungsvarianten erarbeitet. Neben einer Tankanlage wurde die Lagerung und der Umschlag des benötigten Fällmittels über IBC-Container mit einer Füllmenge von jeweils 1000 Litern vorgestellt. Laut Planer liegen die Kosten für den betriebsfertigen Zustand für die Tankanlage bei insgesamt voraussichtlich 94600 Euro. Für die Alternativlösung mittels IBC-Container wurden Gesamtkosten von 42200 Euro ermittelt. Laut Planer scheint die IBC-Lösung nur auf den ersten Blick günstiger. Eine Kostenvergleichsrechnung zeige aber, dass die Tankanlage auf längere Sicht sogar etwas geringere Kosten verursache. Im Gegensatz zum IBC-Container kann bei der Tankanlage – gerechnet auf einen Zeitraum von 30 Jahren – zudem eine jährliche Abschreibung von 1200 Euro erfolgen. Daneben wird weniger Fällmittel benötigt. Zudem reiche diese Variante voraussichtlich auch bei einer Senkung des Grenzwerts aus und bringe auch aus technischer und ökologischer Sicht Vorteile.

Soweit durch die Investition eine Verbesserung der Reinigungsleistung durch das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim anerkannt wird, kann die Gemeinde eine Verrechnung der Ausgaben mit der an den Staat geleisteten Abwasserabgabe vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme rückwirkend für drei Jahre vornehmen. Die Verbesserung der Reinigungsleistung muss dabei mindestens 20 Prozent eines für die Abgabenermittlung heranzuziehenden Parameters betragen. Derzeit ist ein Überwachungswert von 3 mg/l festgelegt. Demzufolge müsste durch die geplante Umrüstung eine Verringerung des Wertes auf maximal 2,4 mg/l gewährleistet werden.

Die Höhe des möglichen Verrechnungsbetrages kann derzeit nicht ermittelt werden, da die Abwasserabgabe zuletzt für das Jahr 2014 veranlagt wurde. Für dieses Jahr beträgt die Abgabe etwa 3600 Euro. Unter Annahme einer gleichbleibenden Abgabe in den Folgejahren ergäbe sich eine mögliche Verrechnung von etwa 10800 Euro.

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