Eigentlich blüht die japanische Azalee (Satsuki Azalee/Rhododendron indicum) bei uns in Deutschland nur in den warmen Monaten Mai und Juni. Dieses Exemplar dagegen hat jetzt mit ihrer Blüte begonnen, was absolut ungewöhnlich ist. Ursprünglich sind diese Azaleen in den kühlen, feuchten Berghängen Japans beheimatet. Sie ist in Japan wohl die beliebteste und älteste Form, einige Hybriden sind bereits seit mehreren Jahrhunderten im Land der aufgehenden Sonne bekannt. Die Hybriden dieser Gruppe sind farblich sehr variabel, häufig haben sie an ein und derselben Pflanze sehr unterschiedliche Blütenformen und Farben (rechts). Seit vielen Jahren wird die japanische Azalee aber auch in Deutschland kultiviert und vermehrt, vor allem in Bonsai-Kreisen. Es sind aber Freiland-Pflanzen, die nicht im Zimmer gehalten werden können und deren Ansprüche an den Halter gewisse Kenntnisse und Fertigkeiten voraussetzen. Aber wenn man über diese verfügt und sie auch richtig einsetzt, kann die Azalee jahrzehntelang mit einer alljährlichen Blütenpracht aufwarten, die absolut sehenswert ist und eben diese Azalee so beliebt macht, nicht nur in dem fernen Japan. Dass dieses Exemplar (Bild in der Mitte) jetzt in der Weihnachtszeit blüht, ist eine Kuriosität der Natur und eher selten, vielleicht dem langen Sommer geschuldet, der bestimmt auch an diesen Pflanzen nicht spurlos vorübergegangen ist und ihren Bio-Haushalt durcheinandergebracht hat.Fotos hoffmann