Himmlische Rückkehr ins „sündige Dorf“

von Redaktion

Grainbacher Bauerntheater überzeugt mit der Komödie „Zweimal Himmel und zurück“

Samerberg – Mit Blaulicht, Polizeieinsatz, Schüssen und mit einer wilden Verfolgungsjagd mitten durch die Zuschauerreihen begann jetzt das Bauerntheater des Trachtenvereins Hochries-Samerberg im voll besetzten Saal des Gasthofs Maurer. Dies war zugleich das Ende eines Banküberfalls auf die Raiffeisenbank in Törwang. Der Überfall misslang, denn einer der Räuber sprang bei seiner Flucht in den Grainbach und damit in den Tod. Sein Aufwachen vor der Himmelspforte war sodann der Beginn auf der Bühne bei der „himmlischen“ Komödie in drei Akten „Zweimal Himmel und zurück“ von Regina Haberlander.

Kurzweilig bis

zum Schluss

So ungemütlich wie das Stück begann, so kurzweilig blieb es bis zum Schluss. Dafür sorgten Inhalt und Spieler gleichermaßen. In den Hauptrollen fanden sich bestens zurecht Peter Wiesholzer junior als Bankräuber und „Rennbahn-Schorsch“ sowie Konrad Estermann, der als Engelsanwärter Aloisius des ständigen Hosianna-Singens überdrüssig war.

Beide erhielten aufgrund ihrer irdischen Fehlleistungen keinen Einlass durch die Himmelspforte und da sowohl das Fegefeuer als auch die Unterwelt übervoll waren, entschied sich Erzengel Uriel als Wächter des Paradieses, die beiden wieder auf die Erde und zwar auf das „sündige Dorf“ Grainbach zurückzusenden.

Georg Brandmaier, der auch Regie führte, gab als Erzengel den beiden Sündern allerdings schwierige Aufgaben mit auf den Weg. Somit verlief der irdische Aufenthalt etwas anders als erwartet.

Auf Erden glänzten in ihren Rollen Matthias Wimmer als moralisch und finanziell verschuldeter Bürgermeister Richard Gruber, Ramona Sattlberger als dessen Frau Edeltraud, Veronika Wörndl aus Pfarrhaushälterin Thea, Julia Vogt als Leiterin des Kirchenchors und Stefanie Sattlberger als Bürgermeister-Tochter. In weiteren Rollen waren zu sehen Markus Estermann als Engalhelfer im Himmelreich, Michael Wörndl als Wachtmeister Brandt und Robert Dörper als Hauptwachtmeister Fenske.

Ihnen allen galt zu Beginn der Premiere aus dem Mund des Trachtenvorsitzenden Peter Sattlberger ein großes „Vergelt’s Gott“. Der Vorsitzende dankte für die vielen vorangegangenen Proben den Akteuren auf, vor und hinter der Bühne.

Musikalische

Einlagen

Zum gelungenen Premierenabend trugen noch bei Hans Piezinger junior und Florian Funk (Ton und Technik), die nicht zu hörende Souffleuse Christina Spöck, Irmi Wörndl, Franziska Sattlberger und Veronika Schauer (Maske), Julia Vogt (Kostüme und Requisiten) sowie die Bühnenbauer Peter Wiesholzer junior, Michael Wörndl, Markus Estermann, Peter Sattlberger und Georg Sattlberger. Bereits vor dem Theaterbeginn ließen sich Samerberger Musikanten unter der Leitung von Michael Daxer hören.

Weitere Aufführung am Samstag

Aufgrund der großen Nachfrage bei den bisherigen Aufführungen sowie für die Aufführung am heutigen Freitag, 4. Januar, haben sich der Samerberger Trachtenverein und die Theaterer dazu entschieden, am morgigen Samstag, 5. Januar, noch eine Zusatzvorstellung zu geben. Karten gibt es dafür im Vorverkauf bei der Raiffeisenbank Törwang sowie an der Abendkasse. hö

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