Neue Gehwege, mehr Beleuchtung

von Redaktion

Barrierefreiheit auf dem Stephanskirchner Friedhof soll verbessert werden

Stephanskirchen – Das Thema Barrierefreiheit wurde auch im Gemeinderat Stephanskirchen rege diskutiert. Viel soll sich im neuen Jahr ändern – vor allem auf dem Friedhof. Das Vorhaben wurde jetzt von den Gemeinderäten einstimmig beschlossen.

„Es gab keine Beschwerden, aber aufgrund der Kieswege, ist es gerade für ältere Menschen schwer, sich einfach zu bewegen“, sagt Bürgermeister Rainer Auer. Besonders im östlichen Teil befinden sich viele Wege, die ausgebessert werden müssen. Die Kosten belaufen sich auf circa 71000 Euro und sind im Haushaltsplan 2019 einzuplanen.

Nachdem bereits am 10. Juli 2018 einer Planungsstudie zugestimmt wurde, stellte der Bauamtleiter Wolfgang Arnst jetzt das Planungskonzept vor. Ein besonderes Augenmerk liege, neben der Gehwegerneuerung, vor allem auf der Verbesserung der Toilettensituation, dem Umbau des vorhandenen Leichenhauses und der Verbesserung der Beleuchtung.

Im Leichenhaus sei zwar ein behindertengerechtes WC vorhanden, dieses sei aber nur temporär geöffnet. Die Gemeinderatsmitglieder fänden es wünschenswert, wenn das WC auch zu den Öffnungszeiten des Friedhofs nutzbar sei. Dieser Vorschlag wäre jedoch nur mit einem Umbau des Leichenhauses realisierbar.

Ideen zum Leichenhaus

Vorgestellt wurde die Idee, das Leichenhaus nach Süden hin zu öffnen. Dies würde Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen besseren Zugang ermöglichen. Eingebaut werden soll neben dem behindertengerechten WC auch eine öffentliche Toilette. Die Kosten würden sich bei dieser Variante auf rund 141000 Euro belaufen.

Für die verbesserte Beleuchtung sollten, laut Arnst, vier weitere Gehwegleuchten ausreichen. Die Kosten, inklusive der Erdarbeiten, betragen rund 27000 Euro. Der Beginn für die Arbeiten ist für Januar vorgesehen. „Das ist von der Witterung abhängig“, weiß auch Rainer Auer.

Diskutiert wurde außerdem eine Veränderung in der Beerdigungszeremonie, die durch den Umbau bedingt wäre. „Momentan ist die Aussegnungshalle nach Norden gerichtet. Wir haben sehr wenig Platz. Außerdem liegt die Nordseite direkt an einem Hang, sodass der Sarg immer steil nach unten getragen werden muss“, erklärt Auer. Die Lösung: Eine Drehung um 180 Grad. Würde die Leichenhalle auf der Südseite sein, gäbe es weder einen Hang, noch Platzprobleme. Über eine genaue Umsetzung soll im laufenden Jahr diskutiert werden, heißt es.

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