Brannenburg – Schneider Zwirn (Josef Schwaiger) muss erfahren, dass seine Tochter Mona (Elisabeth Antretter) sich mit einem Kerl verloben will, der ihm so gar nicht gefällt. Plötzlich klopft es an der Tür und zwei Frauen treten in sein Leben. Blitz-Burgl (Martha Guggenberger) und Sonnen-Res (Andrea Zaggl), das personifizierte schlechte und gute Wetter, sind zwei herrliche Schwestern in der Komödie „Malefiz Donnerblitz“, die weder auf den Mund noch auf den Kopf gefallen sind.
Die eine ist eher grantig und verschnupft, die andere hat ein sonniges Gemüt. Sie treffen sich einmal im Jahr, um das Wetter für die kommenden zwölf Monate auszukarteln. Zwirn entdeckt, welche Macht die beiden Frauen haben, und entwendet ihre Zaubertaschen.
Wie wäre es wohl, wenn man das Wetter beeinflussen könnte? Wie würde man mit dieser Macht umgehen? Schneider Zwirn wird in diesem heiteren und sehr amüsanten Stück hart auf die Probe gestellt. Die beiden lebenslustigen Wetterweiberl machen ihm das Leben nicht gerade leichter, wie die Zuschauer jetzt bei der Premiere des Wendelstein-Theaters Brannenburg erfahren konnten.
Aber auch die Nebenrollen bieten beste Unterhaltung. Sei es der ewig jammernde Freund Wuisler (Anton Schwaiger), der Hochzeiter Bibi (Markus Vogt) und seine überkandidelte Schwester (Theresa Kinzel), der bayrisch-italienische Luca (Johann Kaffl) oder die sympathische Schneidersgattin Alma (Barbara Holzner).
Eine wichtige Rolle in diesem Stück hat auch das Wetter selbst: Die Techniker ließen es hageln und donnern und zwischen graugreisligem Graupelschauer, Nieselnasseln und kitschigem Morgenrot sorgten dann die witzigen Dialoge und doppeldeutigen Bemerkungen für Kurzweiligkeit. re