Bad Feilnbach – Recht aktiv war die „Projektschmiede“ auf der diesjährigen Regionalkonferenz der LAG Mangfalltal-Inntal in Au. Dabei waren einige vielversprechende Ideen, wie die LAG-Managerin Gwendolin Dettweiler kundtat. Mitte des Jahres erreichte die LAG Mangfalltal-Inntal eine positive Nachricht aus dem bayerischen Landwirtschaftsministerium: Die LAG erhält weitere Leader-Fördermittel.
„Das eröffnet uns neue Perspektiven“, meinte die Managerin auf der Regionalversammlung. Wie erfolgreich Leader arbeitet, dokumentierte Sebastian Wittmoser, Leader-Koordinator im AELF: In Bayern wird Leader seit 25 Jahren erfolgreich genutzt. In der Förderperiode 2014 bis 2020 gibt es 68 LAGs auf 86 Prozent der bayerischen Landesfläche.
Zur Umsetzung von Projekten stehen in dieser Zeit rund 111 Millionen Euro bereit. Der LAG-Vorsitzende Felix Schwaller animierte die Anwesenden, in einer Projektschmiede gemeinsam neue Projektideen zu entwickeln. Und so schritt man gemeinsam zu den Tafeln und diskutierte und beriet. Drei Entwicklungsziele hat die Arbeitsgemeinschaft dabei im Auge. Kultur und Gesellschaft, Klima-, Umwelt-, Lebensraum- und Ressourcenschutz mit Landnutzung sowie die regionale Wirtschaft, Energie und Mobilität.
Die Bürgermeister der Aktionsgemeinschaft oder deren Vertreter waren dabei sehr rege und gebaren einige neue Projektvorschläge: Von der Ausstattung des Schiffleutmuseums in Neubeuern über eine Pumptrack-Anlage (Mountainbikestrecke) in Au bis hin zum Tandemrad für Senioren in Bad Feilnbach. Besonders kreativ ein Vorschlag aus Kolbermoor: Lokales Plastikrecycling auf Community-Basis. Neubeuern brachte einen Obstbaumlehrpfad ins Spiel und Bad Feilnbach die Revitalisierung eines stillgelegten Wasserkraftwerkes. In Bad Aibling soll eine inklusive Kletterhalle entstehen. „Die Nachfrage für das therapeutische Klettern ist mittlerweile sehr groß“, meinte eine Ergotherapeutin. „Ich bin begeistert von den neuen Ansätzen“, meinte Gwendolin Dettweiler, die auf Anhieb einige der Projektvorschläge bis 2022 durchaus für realisierbar hielt.
Auch Felix Schwaller zeigte sich angetan von den erarbeiteten Ideen, die dem LAG-Management für die nächste Zeit genügend Aufgaben ermöglichen, wie er betonte. So trifft einer der Leader-Leitsätze voll ins Schwarze, der da lautet: „Zusammenarbeit in ländlichen Räumen zu stärken, die Bürger zu beteiligen, die Menschen untereinander zu vernetzen und die Regionen sich mit innovativen Ideen gut für die Zukunft aufstellen zu lassen“. ws