Auf der Suche nach dem Masterplan

von Redaktion

Das Thema Dorferneuerung stellt die Gemeinde Höslwang vor große Probleme

Höslwang – Intensiv diskutiert wurde im Höslwanger Gemeinderat jetzt der Antrag durch die Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung auf Beschlussfassung zur weiteren Planung. Seit Jahren wird an verschiedenen Ideen und Varianten zur Nutzung des Nord- und Westtraktes des Klostergutes am Dorfplatz gearbeitet. Nun soll der Gemeinderat eine Entscheidung treffen, welche Vorschläge intensiviert werden sollen. Im Gespräch ist eine Einfachturnhalle oder betreutes Wohnen im Alter.

Abschied von

der Turnhalle?

Seitens der Dorferneuerung wird eine Turnhalle als nicht sinnvoll eingestuft, da keine Fördermöglichkeit über die Töpfe der Dorferneuerung besteht. Daher wird der Vorschlag „Wohnen im Alter“ favorisiert. Man solle sich von einer Turnhalle verabschieden, so die Meinung von Gemeinderatsmitglied Hans Murner. Georg Prankl erinnerte an die Möglichkeit der Mehrfachnutzungsmöglichkeiten einer Turnhalle, ein Umbau des Gebäudes in Wohnnutzung könnte Probleme bei Veranstaltungen geben.

„Seit 2005 wird diskutiert, eine Sporthalle ist immer an den hohen Kosten gescheitert“, so Gemeinderat Georg Daxenberger. Aktuell nutzt eine Töpferei die Räume im Erdgeschoss, berichtete Gremiumsmitglied Christoph Eisner. Eine Entscheidung sei für die Dorferneuerung jedoch wichtig, damit in die Richtung geplant werden könne.

Michael Kink kritisiert, dass zwar immer wieder Pläne da sind, jedoch an der Kirche als Grundbesitzer scheitern. Er warf die Fragen auf: „Warum spricht der Bürgermeister nicht mit Kirche und Ordinariat und warum gibt es keine Schriftstücke oder Protokolle über stattgefundene Gespräche?“

Mit acht zu drei Stimmen beschloss das Gremium, die Planungen an einer Einfachturnhalle in Normgröße 15 mal 27 Meter nicht weiterzuverfolgen. Diese Größe hat keinen Platz im zur Verfügung stehenden Bauraum. Der Weg zu einer kleineren Halle als in der Norm vorgesehen sei aber weiterhin offen.

Abgelehnt wurden mit acht zu drei Stimmen auch weitere Planungen über ein betreutes Wohnen im Alter. In der Diskussion führte Bürgermeister Matthias Maier aus, dass seiner Ansicht nach der Gemeinde Höslwang ein Masterplan fehle. Er wisse nicht, was er gegenüber Ämtern und Institutionen vertreten soll, da viel zu viele Ideen rumschwirren. Es fehle ein Plan und roter Faden über die Zukunft. Maier: „Es wurde und wird immer nur punktuell an einzelnen Anforderungen und Maßnahmen gearbeitet, aber ohne ein Gesamtkonzept.“

Entscheidungen

zum Wertstoffhof

So stehen im Februar oder März wieder Entscheidungen zum neuen Wertstoffhof und dessen Entwässerung an. Josef Kink erinnerte daran, dass es in der Vergangenheit schon viele Pläne wie beispielsweise fürs Baugebiet an der Ameranger Straße oder für die Entwässerung am Hirschberger Weg gab, jedoch ohne weitere Beschlüsse.

Maier schlug dazu eine Klausur des Gemeinderates – beispielsweise an der Schule für Dorf- und Landesentwicklung in Thierhaupten vor – um für die Kommune einen Masterplan auszuarbeiten. Zu diesem Vorschlag wurde allerdings kein Beschluss gefasst.stü

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