Obing – Mit dem Neujahrskonzert 2019 in der vollbesetzten Kirche knüpfte die Blaskapelle des Musikvereins unter der Leitung von Frank Schöftenhuber an die über ein Jahrzehnt währende Tradition an, die Musikbegeisterten aus Obing und Umgebung am ersten Tag des Jahres mit einem Konzert im Stil des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker zu erfreuen. Wichtige Programmpunkte waren in Obing ganz in dieser Tradition auch 2019 Walzer und Polka aus der Feder von Johann Strauß Sohn, doch schwerpunktmäßig ergänzt wurden diese nun durch Operettenmelodien aus der Ära der Strauß-Dynastie und der folgenden Silbernen Operettenära.
Schon zu Beginn gab den Blasmusikern des Musikvereins die bekannte Ouvertüre zu „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppé Gelegenheit, im perfekten Ineinandergreifen der einzelnen Stimmen und Instrumente zu brillieren und viele verschiedene Klangfarben zur Geltung zu bringen. Ein Potpourri von Melodien aus Emmerich Kálmáns Operette „Die Csárdásfürstin“ brachte schließlich die vom Publikum erhoffte Walzerseligkeit in die Kirche, die im „Kaiserwalzer“ von Johann Strauß Sohn noch eine Steigerung erfuhr.
Eine Polka durfte natürlich auch nicht fehlen, und mit Strauß‘ Schnellpolka „Unter Donner und Blitz“ bewiesen die Bläser samt Schlagwerkern, dass sie auch die temporeichsten Stücke so meistern und akzentuieren, dass ihr melodiöser Charakter nicht verloren geht. Und als unterhaltsame Beigabe gab es noch den „Spanischen Marsch“, ebenfalls von Johann Strauß Sohn, mit echtem Kastagnettenklang, für den Lukas Heider die Tuba mit den Kastagnetten tauschte.
Die energische Forderung nach Zugaben gab Schöftenhuber wie gewohnt die Gelegenheit, seine gesanglichen Fähigkeiten zu präsentieren. So wurde die Kirche einmal kurz zur Opernbühne mit der bekannten Arie des Figaro aus dem „Barbier von Sevilla“ von Gioachino Rossini.