Flintsbach – Der seit 1969 zur Tradition gewordene Dreikönigsgottesdienst zum Fest „Erscheinung des Herrn“ in der Pfarrkirche St. Martin Flintsbach stand dieses Mal im Zeichen des fünften Jubiläums. Es war für die 200 Kirchenbesucher aus Flintsbach und Umgebung wieder ein stimmungsvolles Erlebnis, das im großartigen Ausdruck der Interpreten gründete.
Eingeleitet von Festweisen der jungen Flintsbacher Bläser, dem Orgeleinspiel von Johannes Brucker und dem kräftigen Gesang „Ein Stern ist aufgegangen“, war der Rahmen für den festlichen Gottesdienst geschaffen. Zelebrant Dekan Pfarrer Helmut R. Kraus blickte zurück auf die Gründung der 50- jährigen Tradition. Auf Vorschlag von Sepp Wieland erklärte sich der damalige Ortspfarrer Josef Rosenegger sofort bereit, den Dreikönigsgottesdienst von Volksmusik umrahmen zu lassen. Eine Entscheidung, die damals nicht selbstverständlich war. Einheimische Gruppen, aber auch Sänger und Musikanten aus Bayern und dem angrenzenden Alpenraum, wirkten über die Jahre beim Dreikönigsgottesdienst mit. Immer dabei waren die Inntaler Sänger, die 1970 ihren Einstand gaben. Mittlerweile hat der Flintsbacher Dreikönigsgottesdienst einen herausragenden Ruf, weit über die Grenzen des Ortes hinaus.
Weiter erläuterte Dekan Kraus das Matthäus-Evangelium und Hochfest Heilige Drei Könige. Damit einher geht auch der Begriff Epiphanie.
Organisator Sepp Wieland sen. verstand es wieder meisterhaft, die Gesangs- und Musikgruppen in das Gottesdienstgeschehen einzubinden. Die Geschwister Forster, einfühlsam von Peter Anderl auf der Zither eingespielt, sangen zum Gloria. Zwischen den beiden Lesungen (Lektorin Elisabeth Weiß) spielten die Flintsbacher Saitenbläser die Micheli-Weis, die sich in ihrem feinen Klang ideal in das festlich geschmückte Kirchenambiente einfügte.
Nach der zweiten Lesung intonierten die Flintsbacher Bläser den Steinegger-Jodler und unterstrichen so den festlichen Rahmen des Gottesdienstes. Das Glaubensbekenntnis sangen die Inntaler Sänger. Anschließend überreichten die Flintsbacher Sternsinger ihre Gaben (4630 Euro) und sprachen Segenswünsche. Die Spenden sind für die Rumänienhilfe Lipova und das Kindermissionswerk in Afrika.
Den weiteren Gottesdienst begleiteten abwechselnd die vorgenannten Musik- und Gesangsgruppen und Mathias Dachauer an der Orgel. Vor dem Schlusslied gab es noch einen musikalischen Rückblick auf die Advents- und Weihnachtszeit. Die Besucher konnten sich dabei von dem anregenden Rokoko- Kirchenraum inspirieren lassen. Dekan Pfarrer Helmut R. Kraus dankte zum Ende des Gottesdienstes den Musikern und Sängern, die sich kostenlos in den Dienst der guten Sache stellten und bei den Gläubigen für ihr Kommen. re